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07.09.2012 17:55 Uhr in Wirtschaft und Finanzen
Unternehmensmeldung

Südafrika vor den BRIC-Staaten: Besseres Expansionsklima im Land am Kap

Laut Grant Thornton International Business Report (IBR) bestehen in Südafrika weniger Barrieren für geschäftliche Expansionen als in den rivalisierenden wachstumsstarken BRIC-Nationen Brasilien, Russland, Indien und China.

Der aktuelle Grant Thornton International Business Report (IBR) kommt zu dem Ergebnis, dass Unternehmen in den Schwellenländern Vorreiter für Investitionen zur Förderung langfristigen Wachstums sind. Südafrika nimmt dabei eine besondere Stellung ein. „Die südafrikanische Wirtschaft blieb bisher vor den meisten globalen Marktturbulenzen verschont, teilweise auch wegen der als ausgezeichnet bewerteten Wirtschaftsprüfungs- und Buchhaltungsstandards, eines soliden Banksystems und einer gut regulierten Börse“, erklärt David Campbell, CEO von Grant Thornton Johannesburg.

Der IBR untermauert dies:

• während 35% der Unternehmen in BRIC-Ländern unter Auftragsmangel litten, waren es bei den in Südafrika untersuchten Unternehmen nur 18%
• 34% der Befragten aus den BRIC-Ländern fühlten sich durch unerschwingliche Finanzierungskosten eingeschränkt, im Vergleich zu 17% in Südafrika
• 29% der Unternehmen in den BRIC-Nationen nannten mangelnden Zugang zu Langzeitfinanzierungen als Wachstumshindernis, gegenüber 13% der Befragten in Südafrika (global: 22%)

Campbell fügt hinzu, dass Unternehmen in Südafrika diese Stärken als Chance nutzen sollten, durch langfristige Investitionen in den Bereichen Forschung und Entwicklung (F&E) Fortschritte zu erzielen und technische Anlagen weiterzuentwickeln. Dies werde ihnen, sobald die Industrieländer die derzeitige Krise überwinden, Vorteile verschaffen.

Der positive Trend, den die BRICS-Staaten eingeschlagen haben, setzt sich fort. Zwar liegen die Märkte noch hinter den G7-Staaten, sie holen jedoch schnell auf. 37%des weltweiten Wachstums 2011-2016 soll allein auf die BRICS-Staaten entfallen, die G7 kommt auf 19-23%. 45% der Unternehmen in den BRIC-Ländern planen eine Steigerung der Investitionen in Forschung und Entwicklung über die nächsten Jahre. Bei Unternehmen in G7-Staaten liegt dieser Anteil derzeit bei gerade einmal 18%. Eine ähnliche Entwicklung ist im Bereich der Investitionen für Anlagen und Maschinen zu beobachten. Hier planen 47% der Unternehmen in BRIC-Ländern in den nächsten 12 Monaten zu expandieren, im Vergleich zu 37% in den G7-Staaten.

Trotz dieser Perspektiven wird das Wachstum der BRIC und vor allem auch Südafrikas durch den endemischen Fachkräftemangel gebremst. Hinzu kommen Überregulierung und Bürokratie als die beiden größten Hindernisse für das Wirtschaftswachstum im 2. Quartal 2012.

• 38% der südafrikanischen Führungskräfte erklärten, der Fachkräftemangel beeinträchtige ihr Geschäft (36% in den BRIC-Ländern)
• 37% sind der Ansicht, Wachstum werde durch Überregulierung und Bürokratie behindert (36% in den BRIC-Ländern)

Die Umfrage ergab außerdem, dass sowohl Südafrika als auch die BRIC-Nationen stärker unter diesen Einschränkungen leiden als der Rest der Welt (global: 27%).

Trotz der Einschränkungen sind die Möglichkeiten vielfältig. Investoren bietet sich hier die Möglichkeit durch gezielte Investitionen und Expansionen Barrieren abzubauen und das enorme Potential der BRICS zu nutzen.

Weitere Informationen unter in neuem Fenster öffnenhttp://www.grantthornton.at/news_international_business_report.html


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