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18.01.2016 15:30 Uhr in Logistik, Transport und Verkehr
Unternehmensmeldung

Transport und Logistik

 Transport und Logistik Alain Bagnaud, Direktor des Veranstalters Reed Exhibitions Transport & Logistics

Die gesamte Wertschöpfungskette für Gefahrguttransporte auf der SITL Europe 2016

Die Vorschriften für Gefahrgüter gehen alle etwas an. Dennoch sind die Vorschriften oft wenig bekannt.

Außerdem ist es nicht immer einfach, Lösungen für alle Problemstellungen zu finden. Vor allem, weil die Vorschriften für gefährliche Güter zunehmend strenger definiert werden und sich ständig ändern: SEVESO III, die überarbeitete französische Nomenklatur ICPE (klassifizierte Anlagen mit besonderem Gefahrenpotenzial für die Umwelt), die CLP-Verordnung, die neuen Kennzeichnungen und Codes ADR, IATA, IMDG, RID und ADN…

Zum ersten Mal wird nun bei der SITL Europe unter dem Namen Dangerous Goods Logistics by SITL in einem eigenen Ausstellungsbereich mit einem speziellen Programm mit Vorträgen und Workshops die gesamte Wertschöpfungskette des Gefahrguttransports zusammengefasst: Zulassungsstellen, Schulung, Logistikdienstleister, Transportunternehmen, Software, Dokumente, Logistikplattformen, Lager- und Transportausrüstungen (Tanklastwagen, industrieller Karosseriebau, Befestigung), Verpackungen. Der Logistik-Branchentreff findet dieses Jahr vom 22. bis 25. März im Parc des Expositions, Paris Nord Villepinte in Halle 6 statt.

Eine Branche mit hohen Anforderungen

Nimmt man alle Transportwege zusammen, betreffen inzwischen 15 Prozent des weltweiten Warenverkehrs Stoffe und Güter, die als gefährlich eingestuft worden sind. Von den Versandorten bis zu den Endkunden stützt sich deren Handling auf eine Wertkette, die strengen Vorschriften unterliegt. Diese Regelungen werden alle zwei Jahre durch die Codes ADR, IATA, IMDG, RID und ADN aktualisiert.

Außer Mineralölprodukten, Chemikalien und Gasen sind zahlreiche Güter des täglichen Bedarfs als „sensible Produkte“ eingestuft, die spezifische Logistikprozesse erfordern. Dies gilt für Parfums, bestimmte Schönheitsprodukte, Kosmetika und Pharmazeutika, die Mehrzahl der Haushaltsreiniger sowie einen zunehmenden Anteil der Abfälle.

„Um eine Antwort auf diese vielfältigen Problemfelder zu bieten, werden bei der SITL Europe 2016 unter Mitwirkung des französischen Verbands der Gefahrgutbeauftragten (Association nationale des conseillers à la sécurité - ANCS) zum ersten Mal das gesamte Know-how des Sektors vereint. Mit seinen Ausstellern und seinem speziellen Vortrags- und Workshop-Programm will Dangerous Goods Logistics by SITL den Verladern aktuelle Informationen zu diesen Änderungen des Vorschriftenrahmens bieten und ein effizientes und vorausschauendes Instrument für einen immer komplexer werdenden Sektor sein“, erläutert Alain Bagnaud, der Direktor des Veranstalters Reed Exhibitions Transport & Logistics.


Der Herausgeber des Leitfadens „Solutions TMD“, in dem 600 spezialisierte Dienstleister der Supply Chains für gefährliche Güter aufgeführt sind, Olivier Bicanic, ergänzt:

„Egal ob er intern oder extern tätig ist: der Gefahrgutbeauftragte steht im Zentrum dieser Wertkette. Seine tägliche Herausforderung besteht in der Vielfalt der Produkte und der Risiken, die mit ihrer Verpackungsart und der jeweiligen Menge verbunden sind“, so der Zuständige für Zoll und internationalen Handel bei GMJ Phoenix.

Ein Netzwerk, das ADR zu 100 % erfüllt

Im Bereich der Supply Chain für gefährliche Güter haben die Verlader hohe Erwartungen: „Außer der Expertise für ein sicheres Handling von chemischen Produkten, achten die Auftraggeber immer mehr auf die Kompetenzen der nationalen, europäischen und internationalen Netzwerke der Transport- und Logistikdienstleister. Sie erwarten von ihnen eine vollständige Beherrschung der Anforderungen des ADR-Übereinkommens und eine hohe Flexibilität bei der Organisation und Steuerung der Transportströme“, erklärt Bruno Guillard, Business Development Manager Chem-Logistics Europe bei Dachser France und Mitglied des Lenkungsausschusses der Messe Dangerous Goods Logistics.

Die Erwartungen der chemischen Industrie führten zur Einführung der Branchenlösung Chem-Logistics innerhalb der Dachser-Gruppe. Mit einem integrierten Netzwerk von 333 Agenturen in Europa, die ADR zu 100 Prozent erfüllen und von denen ein Teil gemäß der SQAS-Norm (Safety & Quality Assessment System) bewertet wurde, bietet die Dachser-Gruppe ein spezielles Angebot für die Chemiebranche. Es umfasst gesicherte Prozesse und spezifische Ausrüstungen für Transportsicherung und Verpackung für den gesamten Bereich mit Handling, Lagerung und Transport von palettierter Fracht.

Bruno Guillard fügt hinzu: „Die Chem-Logistics-Lösung stützt sich in Europa insbesondere auf ein Consulting-Team von 164 Gefahrgutbeauftragten für den Transport von gefährlichen Gütern. Parallel dazu nehmen unsere Mitarbeiter jedes Jahr an Schulungen zu den als gefährlich eingestuften Produkten und ihren spezifischen Verfahren teil“.


Die SEVESO III-Richtlinie

Entsprechend den Mengen von gelagerten gefährlichen Gütern in den Betrieben traten am 1. Juni 2015 neue Vorschriften für die Lagerung in Kraft.

„Die SEVESO III genannten Normen, die in einer europäischen Richtlinie enthalten sind, legen strengere Regeln für Schutz und Sicherheit fest. Bei einer Änderung oder Vergrößerung eines bestehenden Gebäudes erfordert die Richtlinie eine Änderung der gesamten bestehenden Anlagen, meistens jedoch den Bau von neuen Anlagen“, erläutert Pascal Robat, Fachberater für Logistik und Transport für Gebietskörperschaften.

Er ist Mitglied des Lenkungsausschusses der Messe Dangerous Goods Logistics und betreut die Ausgestaltung des multimodalen Hubs LOGIPARC 03 in Moulins im Departement Allier. Der gemäß den Vorgaben der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14001 konzipierte Logistikpark wird Anfang 2017 das erste Gebäude mit SEVESO III-Zertifizierung besitzen. Die Lagerhalle, deren Bau auf Initiative von Eiffage Construction in einem im Februar 2014 unterzeichneten Vereinbarungsprotokoll mit dem Gemeindeverband Moulins beschlossen wurde, wird vom Transportunternehmen Bourrat betrieben werden und bietet eine Lagerfläche von 18 000 m².

Diese polyvalente und einzigartige Lagerkapazität wird so ausgestattet, dass sie die meisten Güter aufnehmen kann, die der neuen Nomenklatur für klassifizierte Anlagen mit besonderem Gefahrenpotenzial für die Umwelt (ICPE) unterliegen. Sie bietet Zugang zu den Verkehrswegen Straße und Bahn und zum kombinierten Verkehr Schiene-Straße und ihre Fläche wird in mehrere Zonen mit maximal 500 m² unterteilt werden können.


Für eine europäische Telematik-Architektur

Die Vorschriften zur Erleichterung des Datenaustauschs zwischen den Akteuren des Gefahrguttransports und zur Einführung der papierlosen Transportdokumente, insbesondere durch die Verwendung von Telematiksystemen, könnten 2017-2019 in Kraft treten. In diesem Bereich wird der Messebesucher bei MD Service das Projekt GEOTRANS MD entdecken können.

„GéoTransMD ist ein ehrgeiziges Gemeinschaftsprojekt für die Geolokalisierung von Gefahrgut, das im Rahmen der 15. Ausschreibung des Interministeriellen Fonds vorgestellt wurde. Sein Ziel ist die Definition einer europäischen Telematik-Architektur für die Übermittlung von gesicherten Daten über die Qualität und Menge der verladenen gefährlichen Güter für einen Transport auf Straße, Schiene oder Wasserweg“, erklärt der Direktor von MD Service, Matthieu Bernadet.

In Zusammenarbeit mit dem Forschungs- und Expertise-Zentrum für Risiken, Umwelt, Mobilität und Raumordnung (CEREMA), den Forschungslabors LNE und CEA sowie privaten Unternehmen wie NOVACOM, GLS oder ERECA wird MD Service, ein Expertenmitglied des Konsortiums GEOTRANS MD, auf der SITL Europe 2016 in Vorpremiere die möglichen Anwendungen und erwarteten Vorteile vorstellen.


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