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16.05.2018 12:56 Uhr in Recht, Gesetz und Steuern
Unternehmensmeldung

Abgasmanipulationen – Verkaufsstopp und Auslieferungsstopp für Audi A6 und A7

Abgasmanipulationen – Verkaufsstopp und Auslieferungsstopp für Audi A6 und A7 CLLB Rechtsanwälte

Neue Schummelsoftware bei aktuellen Audi A6 und A7 – Betroffenen Fahrzeugen droht Rückruf und Software-Update

München, 15.05.2018 - Bei den aktuellen Audi-Modellen A6 und A7 wurde erneut eine unzulässige Abschalteinrichtung entdeckt. Dabei wird die Harnstoffzufuhr (AdBlue) etwa 2400 Kilometer bevor der Harnstoffvorrat zu Neige geht, erheblich gedrosselt. Die Folge ist, dass die gesundheitsgefährdenden Stickoxide in hoher Konzentration in die Luft entweichen.

Betroffen von den Manipulationen sind die aktuellen Audi A6 und A7 der siebten Generation mit 3-Liter-V6-Dieselmotoren und der Abgasnorm Euro 6. Weltweit sind etwa 60.000 dieser Fahrzeuge zugelassen, davon rund die Hälfte in Deutschland.

Auch Audi hat auf die neuerlichen Abgasmanipulationen offenbar schon reagiert und will diese durch ein Software-Update beheben. Wie das „Handelsblatt“ am 9. Mai 2018 online unter Berufung auf ein Schreiben an die Audi-Händler berichtet, hat der Autobauer einen Verkaufsstopp für die betroffenen Audi A6 und A7 angeordnet. Neuwagen dürfen demnach nicht verkauft oder ausgeliefert werden, bis das Software-Update durch das KBA genehmigt wurde. Gleiches gilt für Gebrauchtwagen der betroffenen Modellreihe. Nach Medienberichten gilt es als wahrscheinlich, dass darüber hinaus das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) einen Rückruf für die betroffenen Fahrzeuge anordnet.

Im Zusammenhang mit dem Dieselskandal hat Audi schon mehrfach Autos zurückgerufen, zuletzt Anfang diesen Jahres. Auch von diesem Rückruf waren bereits der A6 und der A7 betroffen. Hinter den aktuellen Manipulationen steckt aber offenbar ein anderes Konzept. Die betroffenen Modelle sind bereits mit einem modernen SCR-Katalysator ausgerüstet. Durch die Einspritzung von AdBlue wandelt der Katalysator die Stickoxide in ungefährlichen Stickstoff und Wasserdampf um. Das funktioniert aber nur, wenn ausreichend Harnstoff eingespritzt wird. Damit der AdBlue-Tank nicht vom Fahrer selbst, sondern bequem beim nächsten Service-Termin in der Werkstatt aufgefüllt werden kann, wird offenbar die Harnstoffzufuhr ca. 2400 Kilometer bevor die Tankfüllung zu Neige geht, drastisch gedrosselt. Das hat zur Folge, dass die Stickoxide dann praktisch ungereinigt in die Luft abgegeben werden.

„Audi verstrickt sich offensichtlich immer tiefer in den Abgasskandal. Nicht zu vergessen ist dabei, dass die Ingolstädter auch die Dieselmotoren für die Konzernschwester Porsche geliefert haben, bei der es wegen Abgasmanipulationen ebenfalls schon zu Rückrufen gekommen ist. Statt Vertrauen wieder aufzubauen, wird es leichtfertig verspielt. Die Zeche zahlen die Autokäufer, die mit dem Wertverlust ihrer Fahrzeuge oder drohenden Fahrverboten zu kämpfen haben“, sagt Rechtsanwalt Dr. Henning Leitz, CLLB Rechtsanwälte München.

Betroffene Audi-Käufer müssen dieses Verhalten des Autobauers nicht hinnehmen. Sie können ihre Ansprüche auf Schadensersatz bzw. Rückabwicklung des Kaufvertrags prüfen lassen. Das gilt auch für Kunden, die einen Audi A6 oder A7 bestellt haben, der aber erst nach der Installation eines Software-Updates ausgeliefert werden soll.

Mehr Informationen: in neuem Fenster öffnenhttps://www.diesel-abgasskandal.de/


CLLB Rechtsanwälte steht für herausragende Expertise auf dem Gebiet des Zivilprozessrechts. Die Ausarbeitung und erfolgreiche Umsetzung einer zielführenden Prozessstrategie ist nicht nur in Großverfahren mit mehreren hundert geschädigten Investoren ein entscheidender Faktor. Auch komplexe Einzelverfahren gerade mit internationalem Bezug können nur durch den Einsatz spezifischer Erfahrung und detaillierter Sach- und Rechtskenntnis optimal geführt werden. Unsere Anwälte sind deshalb mit der Funktionsweise von Finanzprodukten der geregelten und ungeregelten Märkte bestens vertraut, als Kapitalmarktrechtspezialisten ausgewiesen und verfügen über langjährige, d.h. zum Teil mehr als zehnjährige, einschlägige Jusitizerfahrung vor Gerichten in der gesamten Bundesrepublik. Die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte wurde im Jahr 2004 in München gegründet und konnte sich durch zahlreiche Erfolge in aufsehenerregenden Verfahren bereits nach kurzer Zeit etablieren. Beinahe zwangsläufig war deshalb die Erweiterung der Repräsentanz mit Eröffnung eines weiteren Standortes in der Bundeshauptstadt Berlin im Jahr 2007. Neben den vier Gründungspartnern István Cocron, Steffen Liebl, Dr. Henning Leitz und Franz Braun, deren Anfangsbuchstaben für die Marke "CLLB" stehen, sind mit Alexander Kainz (2008) und Thomas Sittner (2017) zwei weitere Partner für den Mandantenerfolg verantwortlich. Mittlerweile vertreten zwölf Rechtsanwälte von CLLB die rechtlichen Interessen ihrer Mandanten. Sie sind dabei vorwiegend auf Klägerseite tätig und machen für sie Schadensersatzforderungen geltend. Das heißt kurz zusammengefaßt: Wir können Klagen.

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