Brandschutz bei Holzfaserdämmung
Vorbeugend geregelt
Wuppertal (vhd). Wohngebäude auf Energiespar- oder Passivhausniveau zu dämmen, zeugt von ökonomischer und ökologischer Vernunft. Ganz gleich, ob die Außenwände eines Hauses vorwiegend aus Mauerwerk oder aus Holz bestehen - im Neubausektor sowie zunehmend bei Modernisierungen im Bestand bietet sich der Einsatz von Holzfaserdämmstoffen zum Beispiel als Bestandteil ökologischer Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) oder auch zum Dämmen der Dachflächen an.
Strenge BrandschutznormGrundsätzlich gilt: Bauliche Anlagen müssen so beschaffen sein, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt wird. Denn im Brandfall müssen die Rettung von Menschen
„Bei korrekter Bauausführung lässt das Brandverhalten holzfasergedämmter Konstruktionen nichts zu wünschen übrig, wie sich in Brandversuchen an Materialprüfanstalten immer wieder zeigt: Viele Holzfaser-Wärmedämmverbundsysteme zeichnen sich durch eine Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten aus“, sagt Dr.-Ing. Tobias Wiegand, Geschäftsführer des Verbandes Holzfaser Dämmstoffe e.V. (VHD) in Wuppertal.
Produkteigenschaften und Anforderungen
Alle Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) – auch Holzfaser-WDVS – müssen bauaufsichtlich zugelasen sein. Im Rahmen des bauaufsichtlichen Zulassungsverfahrens wird das Brandverhalten der Komponenten und des Systems geprüft. Darüber hinaus dient die kontinuierliche Eigen- und Fremdüberwachung aller Komponenten nachhaltig der Sicherheit der Hauseigentümer und -bewohner.
Die heute bekannten Holzfaserdämmstoffe sind aus Holzweichfaserplatten bzw. porösen Holzfaserplatten hervorgegangen, die bereits vor 75 Jahren industriell hergestellt wurden. Vor rund 50 Jahren wurden sie erstmals genormt und zählen seither zu den bewährten und gebräuchlichen Baustoffen. Als Bestandteil von Wärmedämmverbundsystemen leisten Holzfaserdämmplatten einen wesentlichen Beitrag zur Verminderung des Energiebedarfs, des Brennstoffverbrauchs sowie des Kohlendioxidausstoßes.
Holzfaser-WDVS werden üblicherweise bei Ein- und Zweifamilienhäusern, Reihenhäusern sowie Mietshäusern mit beschränkter Höhe eingesetzt; darunter verstehen Fachleute Gebäude, bei denen die Oberkante des Fußbodens im obersten Aufenthaltsraum nicht höher als 7 m über mittlerem Geländeniveau liegt.
Dämmen – aber sicher!
Fakt ist: Mit Wärmedämmmaßnahmen lässt sich der Gesamtenergieverbrauch aller 38 Mio. Privathaushalte, die zum Beheizen einer Wohnfläche von
3,4 Mio. m² rund ein Drittel der in Deutschland insgesamt verfügbaren Energie konsumieren, effizient und nachhaltig reduzieren. Das Hauptaugenmerk richtet sich hierbei auf die Fassade, der in ungedämmtem Zustand ein Anteil von durchschnittlich 30 Prozent an den Transmissionswärmeverlusten eines Gebäudes zuzuschreiben ist. Objektspezifisch abgestimmt, verringern Fassadendämmsysteme die CO2-Emissionen privater Wohngebäude messbar. Als bauliche Maßnahme gegen die voranschreitende Erderwärmung mit ihren deutlich spürbaren Auswirkungen auf das Klima und das Kräftegleichgewicht in der Natur ist ihr Einsatz ohne Wenn und Aber zu empfehlen.
Mehr als 700 Millionen Quadratmeter Fassadenfläche wurden in Deutschland konsequenterweise bereits gedämmt. Den größten Teil der Dämmarbeiten hat die Bauwirtschaft allerdings noch vor sich. Für sie stellt sich bei jedem Projekt erneut die Frage, wie ein Optimum an winterlichem Wärme-, sommerlichem Hitze-, Feuchte-, Schall- und Brandschutz zu erzielen ist. Holzfaserdämmstoffe und Wärmedämmverbundsysteme auf Holzfaserbasis bieten sich aufgrund ihrer bemerkenswerten bauphysikalischen Eigenschaften für Gebäude geringer Höhe als ökologische Alternative zu herkömmlichen Produkten und Systemen an.
Weiterführende Informationen
Um dem vielfältigen Wunsch nach profunden Fachinformationen über Holzfaserdämmstoffe und Holzfaser-WDVS zu entsprechen, hat der VHD für private Bauherren, Hausbesitzer, Immobilieneigentümer, Kommunalbedienstete, Architekten, professionelle Bauhandwerker (Zimmerleute, Schreiner, Trockenbauer, Maler, Stuckateure) sowie für Techniker und Fachberater in Fertigbaubetrieben zwei lesenswerte Informationsbroschüren aufgelegt. Beide Schriften eignen sich hervorragend, um Fragen auf neutraler Faktenbasis im Vorfeld der Entscheidung für das eine oder andere Dämmprodukt zu klären. Beide Broschüren sind als Download auf der Homepage http://www.holzfaser.org verfügbar.
VHD e.V., Geschäftsstelle, Elfriede-Stremmel-Str. 69, 42369 Wuppertal,
Fax 02 02 / 9 78 35 79, E-Mail info@holzfaser.org
Produktspezifische Auskünfte und verarbeitungstechnische Hinweise erhalten Architekten, Planer, Energieberater, Fachhandwerker, Statiker sowie Mitarbeiter kommunaler Bauämter und wohnungswirtschaftlicher Unternehmen direkt bei den VHD-Mitgliedsunternehmen. Ein Blick auf die Internetseiten der Hersteller von Holzfaserdämmplatten bzw. der Anbieter von Holzfaser-Wärmedämmverbundsystemen empfiehlt sich bei Neubau- wie auch bei Sanierungsvorhaben gleichermaßen: http://www.agepan.de ; http://www.doser-dhd.de ; http://www.gutex.de ; http://www.hofatex.eu ; http://www.inthermo.de ; http://www.knauf.de ; http://www.kronoply.de ; http://www.pavatex.de ; http://www.steico.com ; http://www.unger-diffutherm.de .
Kontakt
| Ansprechpartner: | Achim Zielke M.A. (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) | |
| Anschrift: | Medienbüro TEXTIFY.de (im Auftrag des VHD e.V.) Elfriede-Stremmel-Str. 69 42369 Wuppertal |
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| Telefon: | 0 22 24/96 80 21 | |
| Fax: | 0 22 24/96 80 22 | |
| Internet: | http://www.holzfaser.org | |
| Kontakt: |
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Informationen zu dieser Pressemitteilung
Keywords:
VHD e.V., Verband, Holzfaser, Dämmstoffe, Dämmung, Wärmedämmung, sommerlicher Hitzeschutz, Schallschutz, Gebäude, Sanierung, Bestand, energetisch, Modernisierung, Energiebedarf, Brand, Feuerwiderstand, F90-B, WDVS, Wärmed&aum
Artikel als PDF: Brandschutz bei Holzfaserdämmung .pdf
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