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28.08.2012 13:15 Uhr in Kultur und Gesellschaft
Unternehmensmeldung

Die Sackgasse der Demokratie

Die Sackgasse der Demokratie Karel Beckmann (Fotos: FinanzBuch Verlag)

Fank Karsten und Karel Beckmann über die Mängel der Demokratie

„Das Ende der Geschichte“ hat Francis Fukuyama nach dem Fall der Berliner Mauer postuliert. Nach dem Untergang des Kommunismus haben diktatorische Systeme ausgedient und die Demokratie sich durchgesetzt. Eine bessere Staatsform gibt es nicht? Zumindest ist die Demokratie nicht das optimale System, schreiben Frank Karsten und Karel Beckman in ihrem Buch „Wenn die Demokratie zusammen bricht“. Und dabei belassen sie es nicht.

Friede, Freude, Eierkuchen

Genau 13 Mythen der Demokratie entlarven die Autoren und stellen sie damit bloß: Jede Stimme zählt, das Volk herrscht, Wohlstand wird gewährleistet, Demokratie ist Freiheit und Toleranz, Frieden wird gefördert und es gibt keine Alternative, lauten die Märchen, mit denen hier aufgeräumt wird. Überzeugend und auf den Punkt gebracht. Doch teilweise klingt die Kritik nach Stammtisch-Niveau, z.B. wenn Karsten und Beckmann schreiben, „Überall zersplittert die politische Landschaft, was es immer schwieriger macht, Gegensätze zu überwinden und arbeitsfähige Regierungen zu bilden.“ Als wünschten sich beide mehr Harmonie und Eintracht in einer Politik, die doch die Streitkultur fördern und möglichst viele Positionen widerspiegeln soll. Friede, Freude, Eierkuchen gibt es jedoch in einer Demokratie nicht.

Provakant gegen den Strom

Das schönste an diesem Buch ist, dass im dritten Kapitel eine Alternative angeboten wird. Die Autoren bieten eine konstruktive Kritik des Systems. Das Vorbild ihrer neuen Gesellschaftsordnung ist die Schweiz. Entscheidungen sollen lokal getroffen werden. Weniger Zentralismus ist notwendig. Das geht auf Kosten der Europäischen Union.

„Insgesamt gesehen ist das Büchlein ein Lesevergnügen, dass man zu diesem Thema selten findet; denn ohne Rücksichtnahme auf die 'quasireligiösen Tabus' der westlichen Demokratien und gegen die abartigen Vorgaben der "political correctness", bürsten die beiden Autoren provakant gegen den Strom der üblicherweise "veröffentlichten Meinung“ schreibt Treb Melsa bei Amazon. „Eine hervorragende Grundlage, um das gegenwärtige demokratische System infrage zustellen und Alternativen zu diskutieren“, meint Dr. R. Manthey. Die große Stärke dieses Werkes ist, dass es auf die Gefahren deutet, auf die sich die heutigen Demokratien zubewegen.
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Frank Karsten, Karel Beckmann: Wenn die Demokratie zusammen bricht. Warum uns das demokratische Prinzip in eine Sackgasse führt. FinanzBuch Verlag, ISBN-10: 3898797120: 14,99 Euro

Zum Artikel:
http://www.pt-magazin.de/newsartikel/archive/2012/august/28/article/die-sackgasse-der-demokratie.html