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04.02.2018 12:05 Uhr in Gesundheit und Medizin
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Die Zunge zeigt wer du bist, was Dir fehlt, ob Du Dich pflegst.

Die Zunge zeigt wer du bist, was Dir fehlt, ob Du Dich pflegst. Zungenpflege. Das Reinigen der Zunge hilft gegen Halitosis

Die Zungenpflege als eine rein kosmetische Maßnahme für einen angenehm frischen Atem abzutun ist falsch. Wie das Zähneputzen kann das Reinigen der Zunge dazu beitragen, das individuelle Krankheits- und Kariesrisiko zu reduzieren.

In der TCM ist die Zunge nicht nur Spiegel der Persönlichkeit und Gesundheit. Die Zunge ist beim Gesunden blassrot, feucht von einem dünnen weißlichen Belag überzogen, bestehend aus der letzten Mahlzeit, abgestorbenen Zellen sowie unzähligen Keimen. Die regelmäßige Reinigung der Zunge gehört in den meisten fernöstlichen Ländern zur täglichen Mundhygiene, wie sie sich auch in der Jahrtausende alten Heilkunst der der TCM und Ayurveda wiederspiegelt.

Die Zunge in der chinesische Medizin TCM.
Die Chinesische Medizin TCM schenkt der Zunge große Beachtung.
Über die Größe und Form des Zungenkörpers werden Rückschlüsse auf das Wesen des Patienten gezogen. Dazu werden Grösse und Form der Zunge herangezogen. Starkes Yin bei starkem Zungenkörper, schwaches Yin bei kleiner Zunge.
Über die Topologie der Zunge sind die Organe im embryonalen Zustand abgebildet. Die verschiedenen Zungenareale werden zu bestimmten orbes (Funktionskreisen) zugeordnet. Die Zuordnung verschiedener Zungenareale zu bestimmten orbes (Funktionskreisen) basiert auf der grundlegenden Annahme, dass die Zunge ein Somatotop darstellt. Bei somatotopen Systemen geht man davon aus, dass bestimmte, einander entsprechende Leibregionen neurovegetativ verschaltet sind. Zeigt die Zunge in einem bestimmten Bereich Auffälligkeiten, z.B. ist sie mit einem Belag überzogen, so wird das zugehörige Organ mit großer Wahrscheinlichkeit auch so aussehen. So weisen Beläge im mittleren Zungenabschnitt auf Störungen im Bereich von Leber und Galle hin, Verfärbungen im hinteren Bereich auf Niere, Dick- oder Dünndarm oder Blase.

Die Zunge
Die Zunge enthält zahlreiche kleine Speicheldrüsen. Der abgesonderte Speichel sorgt für eine bessere Gleitfähigkeit der Nahrung, wobei durch den Speichel die Vorverdauung einsetzt. Die Zunge dient zum Transport der Nahrung im Mund.
Außerdem ist die Zunge beim Sprechen unverzichtbar. Viele Laute können ohne die Zunge nicht erzeugt werden. Die Zunge ist zudem das Organ, welches das Schmecken ermöglicht.

Geschmack und Zungenpflege
Die Oberseite der Zunge besteht aus unterschiedlichen Geschmackszellen, die das Grundempfinden in fünf Geschmäcker einteilen:
süß • sauer • bitter • salzig • umami
Dazu dienen verschiedene Arten von Papillen mit ca. 9000 Geschmacksknospen. Die Anzahl der Geschmacksknospen kann von Mensch zu Mensch recht unterschiedlich sein. Die Oberfläche der Zunge ist von einem zarten Häutchen oder Epithel überzogen. Wenn sich dieses Häutchen stark verdickt, bildet sich der weißliche Belag auf der Zunge, der durch Speichel und Speisereste noch vergrößert wird. Dieser lagert sich zahlreich zwischen den Papillen ein und begünstigt die Entwicklung von Fäulnispilzen.
Eine Reduktion der Zungenbeläge hat auch eine größere Empfindlichkeit der vielen auf der Zunge verteilten Geschmacksrezeptoren zur Folge. Die Erhöhung des Geschmacksempfindens ist somit ein weiterer positiver Effekt durch tägliches Reinigen der Zunge.

Mundgeruch und Zungenpflege
Betroffene glauben, die Hauptursache für Halitosis sei im Bereich des Magen-Darm-Traktes oder des Stoffwechsels zu finden. Man geht heute davon aus, dass Halitosis in etwa 90 Prozent der Fälle in der Mundhöhle entsteht. Auf dem Zungenrücken, in Zahnzwischenräumen, in Zahnfleischtaschen und anderen Schlupfwinkeln halten sich Bakterien auf, die übel riechende, gasförmige Schwefelverbindungen produzieren. Die Oberfläche der Zunge mit ihren tiefen Fissuren und Grübchen spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Zungenpflege als Prophylaxe
Der Mund- und Rachenraum ist die Eintrittspforte vieler Krankheitserreger. Die Mundschleimhaut ist die erste Barriere gegen eindringende Viren, Pilze und Bakterien. Die Mundschleimhaut ist bekanntlich widerstandsfähig gegen chemische oder physikalische Noxen. Trotzdem sind Veränderungen der Mundschleimhaut relativ häufig und auch die Zunge spiegelt nicht nur körperliche Beschwerden wieder, auch sie selbst kann von Infektionen befallen werden.
Um Infektionen der Zunge zu verhindern, Mundgeruch sowie dem Befall der Zähne durch Plaque vorzubeugen, sollteLink zu einer externen Quelledie Zungenpflege durch das regelmäßige Reinigen der Zunge ein wesentlicher Bestandteil der täglichen Mundhygiene sein. Die Zungenreinigung minimiert die Keime in der Mundhöhle und verlangsamt die Neubildung von bakteriellen Belägen. Durch eine regelmäßige Zungenreinigung kann eine Verminderung des Belags um bis zu 75 Prozent bewirkt werden, was auch die Neubildung von Zahnbelägen hemmt.


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