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10.07.2009 15:14 Uhr in Kultur und Gesellschaft
Unternehmensmeldung

Dummheit des Diktats: Der G8-Klima-"Beschluss"

Dummheit des Diktats: Der G8-Klima-"Beschluss" GT Autor Peter Haisenko

Kolumne von Peter Haisenko im Online-Magazin GT

G8 Gipfel in Italien. Am Rand der Ruinen von L`Aquila sitzen die mächtigsten Staatschefs der Erde zusammen - und wissen nicht weiter. Weil man so etwas nun aber nicht zugeben darf, wenn man so mächig ist, fassen sie einen Entschluss: Sie "beschließen", die Klimaerwärmung darf 2 Grad Celsius nicht mehr überschreiten: "Barack, mach die Heizung aus in deiner Hütte." "Geht klar, Angela, Silvio spielt auch mit." Ist ja toll. Lesen Sie die Kolumne von Peter Haisenko

Dummheit des Diktats: Der G8-Klima-Beschluss

Von Peter Haisenko

Das muss man sich einmal ausmalen: Da sitzen die Staatschefs der acht mächtigsten Industrienationen als Gäste des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi tagelang beisammen und debattieren über alles, nur nicht über Wirtschaft. Entsprechend gibt es natürlich auch keine Resultate. Um das aber zu verschleiern, wird eines quasi herbeigezaubert: Es wird als G8-Beschluss verkündet, die Klimaerwärmung auf 2 Grad zu begrenzen. Nach Spaziergang durch das vom Erdbeben zerrüttete Städtchen L’Aquila legen die Mitglieder dieses weltweit elitärsten Klubs bestgedresster Marionetten damit nichts anderes vor, als eine offensichtlich genetisch manipulierte Version der Geschichte um des Kaisers neue Kleider.

Da werde ich vor lauter Ärger mal ausdrücklich professoral: Grenzwerte festzulegen, verehrte Herrschaften, ist nur dann sinnvoll, wenn man sich nicht scheut, Mittel zur Einhaltung vorzugeben und festzuschreiben. Wenn die G8 wirklich etwas für das Klima tun wollten, müssten sie mit tragfähigen Beschlüssen alle Player in diesem Spiel verpflichten, das Menschenmögliche dafür zu tun. Und zwar sofort! Mit der Festlegung eines Grenzwerts aber geschieht genau das Gegenteil – denn diese wachsweiche Floskel sagt nichts anderes als: Wir wissen, dass wir etwas tun sollten, aber wir wissen weder was, noch wie, noch wie wir die unterschiedlichen Interessen unter einen Hut bringen können. Also werden wir wieder einmal gar nichts anderes tun müssen, als die Welt mit unsinnigen déja-dit ruhig zu stellen.

Wäre das Fazit nicht so peinlich, müsste man lachen: Die Konferenz der G8 in Italien hat nicht nur keine Ergebnisse gebracht, sondern überdies auch nicht im mindesten verstanden, dies zu vermitteln. Stattdessen wird eine Pressemeldung durch die Medien wie eine Hirnwäsche geflutet, die das globale Brain ganz offensichtlich weichspülen will.

Die G8 beschließen, die Klimaerwärmung auf 2 Grad zu begrenzen … sind die Staatschefs Götter?

Was, frage ich mich, wird wohl passieren, wenn sich die Temperaturen nicht an den Beschluss halten? Werden die Götter sie in den Hades schicken? Wird der Verkauf von fossilen Brennstoffen verboten? Werden Sonnenflecken verboten? Dürfen wir am Ende nicht mehr atmen?

Nichts! Gar nichts wird geschehen, wenn die Temperaturen im globalen Schnitt um 2 Grad steigen. Der „Beschluss“ ist das Papier nicht wert, auf dem er steht, da in dem dissonanten Konzert der G8-Egomanen keine Instrumente zugelassen werden, ihn durchzusetzen.

Das wissen die Damen und Herren in des Kaisers neuen Kleidern natürlich auch. Genauso, wie sie wissen, dass die Empörung der Schwellenländer und der Dritten Welt ob der G8-Arroganz von Vorschriften in deren Staatshoheit hinein mehr als berechtigt ist.

Trotzdem jubeln sie ihr „Resultat“ in die Welt.

Sie versuchen damit zu verschleiern, dass sie ihr Gehalt nicht Wert sind. Das allerdings gibt den Demonstranten Recht, die – wie bei jedem Gipfel dieser besonderen Art von Arroganz – im Vorfeld schon gegen diese offizielle Fettlebe auf Kosten der Ressourcen der Natur demonstrieren.

Wenn nun ausgerechnet Öko-Freaks sogar im Fernsehen vor die Mikros gezerrt werden, die dort hecheln dürfen, die G8 habe einen „Schritt in die richtige Richtung“ getan, so schreibe ich dies der ideologischen Verblendung einer obamavernarrten, überbordenden Verblödung unserer bereits jetzt um mindestens zwei Grad zu warmen Welt zu.

Langsam sarkastisch werdend, lehnen wir uns also zurück und schauen dem Treiben in der Arena zu: In einer Arena, in der die Götter der acht mächtigsten Industrienationen sich selbst entmachten, der Natur befehlend, was diese zu unterlassen hat. Hin und wieder den Schweiß von der Stirn wischend, fragen wir uns gelegentlich allerdings, warum diese Herrschaften der Klimaerwärmung nicht schon bei einem Grad Einhalt gebieten.

Halten die nebenher etwa noch Anteile an einem Speiseeis-Konzern?


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