Pressemeldung / Pressemitteilung für newsmax Journal markieren
17.12.2017 08:39 Uhr in VIPs & Künstler
Unternehmensmeldung

„Es ist mir wichtig, das Gefühl von Freiheit zu transportieren“

„Es ist mir wichtig, das Gefühl von Freiheit zu transportieren“ Mani Neumeier wird 77

Mani Neumeier von Guru Guru im Gespräch mit Antje Hampe

Mani Neumeier wird am 31. Dezember 77 Jahre alt. Das Urgestein des deutschen "Krautrock" ist musikalisch immer noch unterwegs!

„Es ist mir wichtig, das Gefühl von Freiheit zu transportieren“
Mani Neumeier von Guru Guru im Gespräch mit Antje Hampe

eXperimenta: Manni, in unserem letzten Interview hast Du zaghaft angedeutet, dass Du ein Schamane bist. Was ist aus dem zaghaften Schamanen geworden?
Mani Neumeier: Ich bin immer noch Musiker mit Leib und Seele. Der Schamane läuft eher im Hintergrund mit. Allerdings fühle ich mich in dieser Rolle bestätigt. Weniger durch mich, als durch die Reaktionen des Publikums während unserer Konzerte und Auftritte.

eXperimenta: Sind Künstler zwangsläufig Schamanen?
Mani Neumeier: Das glaube ich nicht. Es gibt tolle Musiker und Künstler, die ihre Kunst gut rüber bringen, aber die wenigsten erzielen die Wirkung eines Schamanen. Den Schamanen im Künstler erkennt man daran, dass er für gute Vibrationen und Heilung sorgt. Er beeinflusst die Leute positiv.

Ich habe gespürt, wie alles um mich herum geknistert hat

eXperimenta: Welche gesellschaftliche Bedeutung hat in unserer heutigen Zeit ein Schamane?
Mani Neumeier: Ich denke, dass die Rolle des Schamanen den Menschen in der westlichen Welt immer bewusster wird, wenn sie offen dafür sind und dass er ähnlich einem Arzt eine heilende Wirkung hat. Andererseits glaube ich aber auch, dass er für viele gar kein Thema ist, da man die medizinischen und psychologischen Auswirkungen seines Handelns nicht wissenschaftlich beweisen kann.

eXperimenta: Wie fand deine Initiation zum Schamanen statt?
Mani Neumeier: Ich erinnere mich weniger an eine Initiation. Eher an die Wirkung eines Rituals von vier
Schamanen in der Mongolei, die ich vor sieben Jahren besucht habe. Ich habe gespürt, wie alles um mich herum geknistert hat und ich hatte das Gefühl mit anderen Welten in Kontakt zu treten. Gleichzeitig wurde mir bewusst, dass ich mir das alles nicht einbildete. Auch wenn ich nicht verstand welche Geister
von den Schamanen angerufen wurden, so spürte ich doch eine immense Energie. Das Ritual bestand aus Feuer, Gesang und Tanz. Ich empfand große Ehrfurcht. Danach ging es mir gut. Ich redete mit den Leuten und den Schamanen ganz normal über das Geschehen und fühlte mich sehr mit der Natur verbunden.
Das ganze erinnerte mich an tiefe Erfahrungen mit der Natur in meiner Kindheit, die ich fast vergessen hatte.

Guru Guru, Unendlichkeit, Spirale und Rotation

eXperimenta: Welche Absicht verfolgst du mit deiner Musik?
Mani Neumeier: Es ist mir ein Bedürfnis mich auszudrücken und die Freude, die ich dabei empfinde auf meine Zuhörer zu übertragen. An zweiter Stelle verdiene ich natürlich auch meinen Lebensunterhalt mit der Musik und es ist gut zu wissen, dass ich von dem was mir am meisten Spaß macht auch leben kann. Es ist mir wichtig, das Gefühl von Freiheit zu transportieren. Guru Guru hatte große Vorbilder wie Louis Armstrong und andere Jazzmusiker. Wir waren nie abhängig von Plattenfirmen. Das hat uns sehr frei gemacht und dies spiegelt sich auch in unserer Musik.

eXperimenta: Woher kommt denn eigentlich der Bandname Guru Guru?
Mani Neumeier: Der ursprüngliche Name war „The guru guru grove band“. Für uns war das ein lustiges Wortspiel. Andere Bands wie die Beatles hatten alle einen Guru. Wir nicht. Später besuchten uns dann allerdings Indianer aus Amerika und ein zen -buddhistischer Mönch. Irgendwann haben wir dann den
Namen gekürzt. Dreißig Jahre später, während eines Japanaufenthaltes haben wir dann erfahren, dass Guru Guru Unendlichkeit, Spirale und Rotation bedeutet.

eXperimenta: Welche neuen Projekte planst Du mit Guru Guru?
Mani Neumeier: Derzeit ist unsere neue CD in Arbeit. Es ist die vierunddreißigste und für das nächste Jahr planen wir fünfzig Konzerte und unser fünfzigjähriges Jubiläum.

eXperimenta: Vielen Dank für das Gespräch


Die aktuelle Ausgabe der eXperimenta mit weiteren Informationen über Guru Guru von Jens-Philipp Gründler, kann hier abgerufen werden: in neuem Fenster öffnenwww.eXperimenta.de


Die aktuelle Ausgabe der eXperimenta mit weiteren Informationen über Guru Guru von Jens-Philipp Gründler, kann hier abgerufen werden: in neuem Fenster öffnenwww.eXperimenta.de

Die eXperimenta finanziert sich ausschließlich durch Spendengelder. Das macht uns unabhängig von Werbung. Seit fünfzehn Jahren ist es uns gelungen, unser Magazin auf diese Weise, mit einem geringen Budget, über die Runden zu bringen. Dennoch möchten wir Sie an dieser Stelle bitten, die eXperimenta durch Ihre Spende zu unterstützen. Bei mehr als 20.000 Abonnentinnen und Abonnenten kann uns schon ein Betrag von 1 bis 50 Euro oder mehr sehr hilfreich sein, um unsere redaktionelle Arbeit entspannter und effektiver zu gestalten. Mit Ihrer Spende können wir Kosten für umfangreiche Recherchen finanzieren. Damit wir die nächsten fünfzehn Jahre weitermachen können, hoffen wie auf Sie mit Ihrer Solidaritätsspende.


Hier die Kontoverbindung:

Netzwerk für alternative Medien- und Kulturarbeit e.V.

IBAN: DE57 5519 0000 0295 4600 18

BIC: MVBMDE55XXX

Verwendungszweck: eXperimenta


Wir bedanken uns herzlich für Ihre Unterstützung!

Ihre eXperimenta Redaktion

Kontakt
Ansprechpartner: Ulrike Herding (Seminarorganisation)
Anschrift: INKAS INstitut für KreAtives Schreiben
Dr. Sieglitz Str. 49
554 11 Bingen
Telefon: 06721 921060
Internet: http://www.inkas-institut.de
Kontakt:
Nachricht senden
Keywords