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17.11.2009 17:51 Uhr in Politik
Vereinsmeldung

Freie Wissenschaft braucht freie Forschungsergebnisse

Freie Wissenschaft braucht freie Forschungsergebnisse Bund mündiger Bürger

Der BmB unterstützt das Konzept des OPEN ACCESS

Der „Bund mündiger Bürger“ fordert nicht nur für jedermann freien Zugang zu Bildung, sondern auch freien Zugang zu wissenschaftlichen Forschungsergebnissen. Letzterer ist durch eine restriktive, allein auf Profit abzielende Verlagspolitk zunehmende gefährdet. Die E-Petition "Wissenschaft und Forschung - Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen" soll auf diesen Mißstand hinweisen und die Politik zum Handeln bewegen.

Das bislang herrschende Konzept wissenschaftlichen Publizierens ist ein eigenartig Ding: Aus Staatsgeldern finanzierte Wissenschaftler betreiben ihre Forschungen und fassen ihre Ergebnisse in einer Veröffentlichung zusammen. Diese wird den (ehrenamtlichen) Herausgebern einer
Fachzeitschrift zur Begutachtung vorgelegt und von diesen an kompetente Fachkollegen zur ebenfalls ehrenamtlichen Bewertung, dem sogenannten "Peer Review" weitergeleitet.
Findet der Aufsatz Gnade in den Augen der Fachkollegen, so kommt es zur Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift. Hierbei wird der Text in elektronischer Form und praktisch bereits druckreif einem, meist kommerziellen, Wissenschaftsverlag überreicht. Gratis.
Und jetzt passiert das Unglaubliche: Eben dieser Verlag verkauft das Produkt, welches er eben noch quasi geschenkt bekommen hat, für viel Geld an jene zurück, die es hergestellt haben. Und macht dabei Gewinne, von denen einem schwindelig wird. Die jedes Jahr satte Zuwächse haben müssen, so daß
sich die Urheber immer wieder fragen, wovon sie den Zugang zu ihren eigenen Veröffentlichungen noch bezahlen sollen. Ganz zu schweigen von interessierten Dritten, beispielsweise Kollegen in der Dritten Welt, die sich dieses teure Gut von vorneherein nicht leisten können.
Als Gegenpol zu diesem Veröffentlichungskonzept hat sich in den letzten Jahren im Forschungsbereich die sogenannte "Open Access"-Bewegung formiert, deren Ziel es ist, die Zugänglichkeit ihrer Forschungsergebnisse zu verbessern.
Der BmB unterstützt im Sinne einer freien Wissenschaft das Konzept des OPEN ACCESS und fordert dazu auf, die E-Petition "Wissenschaft und Forschung - Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen vom 20.10.2009" mitzuzeichnen. Die Zeichnungsfrist endet am 22.12.2009.


Der BmB hat sich zum Ziel gesetzt, unseren Staat für die Bürger zurück zu erobern und jedermann wieder ein selbstbestimmtes freies Leben zu ermöglichen.

Kontakt
Ansprechpartner: Johannes Brender (BmB)
Anschrift: Bund mündiger Bürger
Dortmunder Str. 3
68723 Schwetzingen
Telefon: 06202 / 21 09 8
Fax: 06202 / 14 43 4
Internet: http://www.my-bmb.de
Kontakt:
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