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10.03.2014 13:09 Uhr in Bildung und Weiterbildung
Unternehmensmeldung

Haben wir eine hausgemachte, Rechtschreibkatastrophe?

Das die Lese- und Rechtschreibfertigkeiten scheinbar in den letzten Jahren zugenommen haben, liegt mit Sicherheit, nicht an uns Legasthenikern. Neben dieser sehr speziellen Lese-Rechtschreibschwächen (Legasthenie) gibt es reichlich andere Ursachen, die als Auslöser für den Erwerb von Lese-Rechtscheibschwächen (LRS) zu beobachten sind. Wir haben häufig mit verunsicherten Eltern über die möglichen Probleme gesprochen, diese vermutlich ein Hinweis für hausgemachtes Rechtschreibschwierigkeiten sind. Die unser Bildungswesen begünstigt.

Eine wesentliche Ursache für den Erwerb von LRS spielt die Unterrichtsqualität an den Grundschulen, die für Eltern undurchsichtig ist. Uns Fachleute geht es damit häufig nicht anders! Denn man kann häufig nicht richtig nachvollziehen, nach welcher Methode Lehrer in ihren Schulkursen den wichtigen Schrifterwerb vermitteln. Scheinbar herrscht hier ein wichtiger Hinweis, der die Probleme zu hausgemachten Schwierigkeiten in der Grundschulzeit macht. Haben nämlich Lehrer keine Vorgaben, wie sie den Kindern didaktisch das Lesen und Schreiben vermitteln sollen, herrscht methodisch mit großer Wahrscheinlichkeit Chaos. Das Kultusministerium gibt nur den Lehrplan vor, aber leider nicht die Methode für den Schriftspracherwerb.

Deswegen herrscht an den Grundschulen in Dresden, wie wir es beobachten ein durcheinander. Weil jede Schule ihre Methode wählen darf, die passend scheint. Häufig werden keine wissenschaftlich überprüfte Methoden für den Anfangsunterricht verwendet. Das kann nur zu Problemen führen!

Zusätzlich wird häufig das umstrittene und wissenschaftlich nicht belegte Schweizer-Modell verwendet. Wo Kinder durch Lesen, mittels Anlauttabelle, das Schreiben erlernen sollen. Nicht selten beobachtet wir, das viele Kinder dann in der Grundschule Probleme in der Rechtschreibung durch die falschen Methoden, bekommen. Was wahrscheinlich eine maßgebliche Ursache für den hausgemachten Erwerb von LRS bedeutet. Darum werden Kinder mit wirklichen Legasthenien, durch dieses durcheinander, gar nicht richtig erkannt. Da nämlich Kinder durch die gelernten Methoden wesentlich höher ausfallen wird, als nötig. Drum haben wir ein sehr schwammiges Bild, wo die Ursachen dieser Lernprobleme, zu suchen sind. So sind sehr häufig auch die LRS-Festellungen der Schulen, sehr undeutlich. Weil, man nicht die Ursachen von didaktischen Fehler des Unterrichts mitberücksichtigt.
Zusätzlich wird häufig auch die Methode gewechselt. In der 1. Klasse lernen Kinder nach dem Schweizer-Modell, in der 2. Klasse wird dann zum Fibel-Modell gewechselt. Schon dieser Wechsel verursacht bei den Kindern größere Probleme. Um mit den Schriftspracherwerb nicht durcheinander zu kommen. Was das Schweizer-Modell betrifft, gibt es schon seit vielen Jahren in der Fachwelt Streit und keinen wirklichen Konsens. Obwohl es einige Indizien dazu gibt. Das dieses Reformpädagogische-Modell vom Schweizer Pädagogen Jürgen Reichen , wahrscheinlich ein wesentlicher Verursacher im Erwerb von LRS, zu sein, scheint. Zahlreiche Wissenschaftler und Pädagogen, wie beispielsweise Renate Valtin kritisieren inzwischen das von Reichen entwickelte Konzept scharf.

Untersuchungen zeigen eine teilweise drastische Verschlechterung der Rechtschreibung beispielsweise bei Grundschülern der vierten Klasse gegenüber Vergleichsgruppen, die von Anfang an korrekte Rechtschreibung gelernt haben. Besonders für Legastheniker, Kinder aus bildungsfernen Schichten und Kinder mit fremdsprachlichem Migrationshintergrund ist die Unterrichtsmethode problematisch .

Das Gleiche beobachten wir auch bei Kindern die an Grundschulen mit der anlaytsich-syntetischen Methode (Fibel-Methode) unterrichtet wurden, die haben bei der Diagnostik wesentlich weniger orthografische Fehler und können in der Regel auch flüssiger Lesen, obwohl Legasthenien bei diesen Kinder in der Familie vorliegen. Von Klassen mit dem Schweizer-Modell berichten uns Eltern, dass es manchmal 5-6 Kinder in einer Jahrgangsstufe Probleme mit dem Lesen und Schrieben haben. Diese werden dann häufig zur LRS-Feststellung geschickt!? Nach unserer Sicht ist die Methode nach Jürgen Reichen wirklich eine problematische Unterrichtsmethode, sie wird häufig auch an den Schulen in Dresden, die sich in freier Trägerschaft befinden angewendet, aber auch staatliche Grundschulen, haben seit der Wendezeit diese Methode verstärkt eingesetzt.

Wir sehen bei allen positiven Entwicklungen an privaten Schulen, in diesen Bereich die meisten Probleme. Uns sind jedenfalls wenige Privatschulen in Dresden bekannt, die nach dem Fibel-Modell unterrichten. Nicht selten wird das Schweizer-Modell als Unterrichtsmethode gewählt, oder es gibt einen Methodenmix (methodenintegrierende Verfahren, oder „offene Lernangebote“).

Wir sehen zumindest bei den Kindern, die mit offenen Methoden oder nach der Reichen-Methode unterrichtet werden, die meisten Rechtschreibschwierigkeiten haben, als in Klassen mit dem klassischen Modell. Kindern mit einer Legasthenie, wird es noch wesentlich schwerer fallen. Da diese Modelle zwar Offenheit und Kreativität versprechen, aber für den systematischen Lese- und Rechtschreiberwerb, eher nicht geeignet sind. Nicht selten Beobachten wir diese Schwierigkeiten, an den Privatschulen. Zumindest was die Rechtschreiblehrgänge betrifft, wie auch an staatlichen Schulen gleichermaßen. Es gibt aber Schulen die, die klassische Fibel-Lern-Methode anwenden, darauf sollten Eltern bei der Suche, nach einer passenden Schule unbedingt achten. Besonders wenn es in der Familie bekannt ist, das mehrfach Legastheniker gibt!

Das ist nur eine kurze Beschreibung, der Probleme, die wir an Grundschulen in Dresden und Sachsen auf unserem Fachgebiet beobachten. Häufig ist dann bei einer LRS-Feststellung und LRS-Förderung an den Schulen oder Nachhilfeinrichtungen mit ähnlichen Problemen zu rechnen. Weil es nicht selten methodisch nicht ausreichend auf die Kinder eingegangen werden kann.

Fazit:
Sieht man sich die Probleme im Detail genauer an, kann man hier von einer größeren Wahrscheinlichkeit ausgehen, dass wir wesentlich weniger Kinder mit Lese-Recht-Schreibschwäche (LRS) haben müssten. Und Legastheniker würden viel deutlicher erkennen, wenn es nur in unserer Fachwelt, mehr Differenzierung zwischen LRS und Legasthenie gäbe. Daher ist schon aufgrund der methodischen Probleme im Anfangsunterricht deutlich, das es hierbei um hausgemachte Probleme handeln muss. Kinder mit einer Legasthenie werden daher häufig mit LRS-Kindern gleichgesetzt, daher werden diese häufig nicht richtig erkannt! Erhalten auch deswegen keine bestmögliche Diagnostik und Förderung, da man die hausgemachten Umweltprobleme mit dem Lesen und Schreiben, im Bildungswesen nicht berücksichtigt.
Als Anmerkung zum Schluss: Es besteht immer die Gefahr, das Kinder mit Legasthenie, mit Kindern, mit erworbenen Lese-Recht-Schreibschwächen gleichgesetzt werden.


Kontakt
Ansprechpartner: Lars-Michael Lehmann
Anschrift: Legasthenie Coaching
Annenstr. 22
01067 Dresden
Telefon: 0351-26357904
Internet: http://www.legasthenie-coaching.de
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