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| Wahrheit vs. Electronic City, Bildautor: Oliver Brosmann |
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Juxt-A-Pose inszenieren: Robert Woelf & Falk Richter - "Wahrheit vs. Electronic City"
Von 08.10.2009 19:30 Uhr bis 17.10.2009 22:30 Uhr
Die Theaterformation Juxt-A-Pose betreibt in ihrer neuen Produktion die Gegenüberstellung von Robert Woelfls „Wahrheit“ und Falk Richters „Electronic City“ im Spannungsfeld allgegenwärtiger, gesellschaftlicher Verhältnisse.Die aktuelle Produktion der Juxt-A-Pose feiert Premiere am Donnerstag, den 8. Oktober 2009 um 19:30 Uhr, weitere Vorstellungen am Freitag, den 9.10., Samstag, den 10.10. sowie am 15.10., 16. und 17.10. jeweils um 19:30 Uhr. Ort: kreartell, Torstraße 216, 10115 Berlin. Türgeld 12 €, ermäßigt 8 €.Ignorierte Gefühle, beengende Orientierungslosigkeit, konstruierte Selbstverwirklichung und mediale Überfrachtung sogenannter moderner Menschen: Diese Zustände stellen Juxt-A-Pose in "Wahrheit vs. Electronic City" einem diffusen Sehnen nach gelebter Nähe, Liebe, Erkennen und Stille gegenüber. Fern jeglicher Bewertung wird aufgezeigt was ist: alltäglicher Irrsinn im 21. Jahrhundert. Mit einer Videoproduktion von John MacLean und Annekathrin Welz.
Juxt-A-Pose sind: Vincent Abert, Peter Blasek, Jessica Funk, Johanna Giesecke-Solarte, Stefanie Klemm, Anna-Charlotte Lörzer, Josef Mattes, John MacLean, Varya Popovkina. Unter der Leitung von Oliver Brosmann.
Wahrheit (Robert Woelf, 2003; Rechte &
Inhaltsangabe: S. Fischer Verlag)
"Du warst allein. Du hast dich allein gefühlt. Jemand hat dir weh getan. Ich werde dir niemals weh tun."
Die Spaßgesellschaft tobt sich aus. Sex macht glücklich, Pillen froh. Liebe ist lästig und tut weh. Alex liebt das Verrückte, Grenzen sind zum Überschreiten da. Opfer gibt es, doch wen kümmert's. Julian liebt Katrin. Und entgegen den Ratschlägen seines Freundes Alex, "Vergiss den Scheiß", schwört er der Angebeteten ewige Liebe. Doch Katrin lebt für den Moment und hält ihn bald schon nicht mehr aus. Dann schon lieber Alex, der wird nicht so verbindlich. Experimenteller Sex und ultimativer Nervenkitzel. Alex sträubt sich gegen Verbindlichkeit und verliebt sich dennoch wehrlos in Katrin. Katrin sehnt sich zurück nach Julian und sucht die Nähe ihrer lang vernachlässigten Schwester Silvia. Doch Julian und Silvia reagieren zurückhaltender als erwartet. Schließlich verlässt Katrin Alex, um mit Julian zusammen sein zu können. Doch jetzt wird sie von ihm zurückgewiesen... Ein Stück über einsame Sexualität und die Phantasmen der Liebe.
Electronic City (Falk Richter, 2003; Rechte & Inhaltsangabe: S. Fischer Verlag)
Electronic City ist ein Märchen aus elektronischen Zeiten. Es spielt in einem elektronischen Metropolis, einer globalen Stadt, die von der universalen Dienstleistungsindustrie beherrscht wird. Sie verlangt den flexiblen Menschen, der zwischen digitalisierter Kommunikation (immer erreichbar und immer verfügbar) und globaler Standardisierung (alles sieht gleich aus, alles schmeckt gleich) zum aufgelösten Menschen wird und der sich selbst nur noch als 0 oder 1 in wechselnden Zahlenketten zu erkennen vermag. Eine Chance, den Daten- und Kapitalströmen zu entkommen, bietet nur der Stromausfall, der Fehler im System, der hysterische Leerlauf, der dann einsetzt.
Electronic City erfindet dennoch viele Bilder und bedient sich erzählerischer
Elemente, aber im Moment der Erfindung werden sie als Täuschung verworfen. Sie können das System nicht repräsentieren. Auch Falk Richters Stück repräsentiert dieses System nicht, vielmehr müsste man sagen, dass es dieses System ist. (Stephan Wetzel)
Produktionskredits: 1. Assistenz: Lisa Kiderlen, Assistenz, Requisite, Kostüme: Anke Lippstock, Requisitenbau: Kerstin Windt, Maske: Saskia Reese, Best: Denis Bierichen, Heiko Grundmann, Regie, künstlerische Leitung, Kostüme, Layout, Fotografie: Oliver Brosmann
Die Theaterinitiative Juxt-A-Pose geht im Oktober 2009 aus der von Oliver Brosmann gegründeten AbiClass hervor, welche sich in 2004/2005 bestehend aus Teilnehmern zwischen 15 und 18 Jahren etablierte und weiter mit professioneller Unterstützung und ebensolchem Anspruch arbeitet. Die Produktionen richten sich an Jugendliche und Erwachsene, an erfahrene Theatergänger und solche, die es werden wollen.
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Kontakt:
| Ansprechpartner: |
Oliver Brosmann (Presse) |
| Anschrift: |
Schwedter Str. 36 a, Aufgang 3 10435 Berlin |
| Telefon: |
+49 (0)30 - 674 676 46 |
| Fax: |
+49 (0)30 - 674 676 45 |
| Internet: |
http://www.brosmann.de |
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