Laufen um zu leben - 1.900 km für den guten Zweck
Ultramarathon von Berlin nach Rom – Etappenziele in zahlreichen deutschen, österreichischen und italienischen Städten
Hamburg/Florenz – 7. Mai 2010 – In wenigen Stunden ist es soweit – die Ultramarathonläufer, die am Sonntag an der Berliner Charité gestartet waren, erreichen ihr 15. Etappenziel – Florenz, die Hauptstadt der Toskana, das italienische Athen.
Die Ausdauerläufer sind auf dem Weg nach Rom. Das Ziel: das bekannte Kinderkrankenhaus Bambin Gesú. Dort werden sie am Sonntag um 11 Uhr eintreffen. Innerhalb von nur einer Woche werden die Läufer dann 1.900 Kilometer zurückgelegt haben, insgesamt ca. 6.000 Höhenmeter, quer über die Alpen und durch die Mittelgebirge in Nord-Italien. Die Strapazen haben einen
Die 1.900 Kilometer lange Strecke führt von Berlin über Wittenberg, Leipzig, Erfurt, Coburg, Nürnberg, Regensburg, Ingolstadt, Bad Tölz, Seefeld/Tirol, Brixen, Bozen, Trento, Verona, Bologna, Florenz, Siena und Viterbo nach Rom. Dabei handelt es sich um einen Etappenlauf. Die 23 Läufer legen täglich knapp einen Halbmarathon – nämlich rund 20 Kilometer – in Laufschuhen zurück, unterbrochen von einer rund einstündigen Pause. Finkernagel und sein Team – darunter sind nicht nur Läufer aus Deutschland, sondern auch aus Österreich und den Niederlanden – haben zahlreiche Unterstützung am Wegesrand erhalten. „Wir haben uns über jeden gefreut, der uns ein Stück des Weges begleitet hat, Mitglieder von Sportvereinen, Freizeitsportler, Spontan-Begeisterte – sei es als Spaziergänger, Jogger, Walker oder Radfahrer“, so Finkernagel.
Das Läuferfeld ist bunt gemischt – der älteste Ausdauersportler ist bereits 72 Jahre alt. Günther Bergs, ein Lauftherapeut aus der Nähe von Siegen läuft sogar täglich mehr als einen Marathon - mal 43, mal 46 oder auch mal 48 km am Tag. Der Grund: Er bereitet sich auf den längsten Nonstoplauf Deutschlands vor: Von der Ruhr-Quelle (Winterberg) flussabwärts zum Rheinorange (Duisburg) – 230 Kilometer entlang der Ruhr. Der längste Nonstoplauf Deutschlands, die TorTour, startet am Pfingstwochenende. Bergs verbindet so sein Training mit dem guten Zweck.
Die Läufer wurden in zahlreichen Städten von Bürgermeistern, Politikern, Vertretern von Vereinen und Verbänden empfangen. Immer wieder haben sich ihnen Läufer für einen Teil der Strecke angeschlossen, um auf den Lauf für den guten Zweck aufmerksam zu machen.
„Das erste Etappenziel des NCL Charity Run ist es, Spenden für ein international ausgerichtetes NCL-Forschungsprojekt in Dresden zu sammeln. Das Projekt soll von der Forschergruppe um Prof. Andreas Storch der TU Dresden durchgeführt werden. Ziel ist es, aus Patientenzellen induzierte pluripotente Stammzellen – keine embryonalen Stammzellen – herzustellen. Diese ethisch unbedenklichen Zellen sollen als Grundlage dienen, um die tödliche Kinderkrankheit NCL zu verstehen und später Therapieansätze zu testen“, sagt Dr. Frank Stehr, Leiter der Forschung der NCL-Stiftung.
Die Schirmherrschaft für den Ultramarathon hat der regierende Bürgermeister von Berlin und stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, Klaus Wowereit, übernommen. „Ich habe großen Respekt vor diesem Engagement und wünsche allen Beteiligten gutes Gelingen. Der spektakuläre Lauf, den die NCL-Stiftung dankenswerter Weise organisiert und begleitet, soll vielen Menschen die Augen und die Herzen öffnen. Großes Leid kann mit dieser Aktion gelindert werden. Jeder, der mitläuft, ist willkommen, jeder der spendet unterstützt einen guten Zweck“, so Wowereit.
Auch Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder (CDU) unterstützt den Benefizlauf: „Ich finde es wunderbar, mit welchem Einsatz und welcher Begeisterung sich Sportlerinnen und Sportler für einen guten Zweck engagieren. Dieses Engagement kommt den Kindern zugute, und es verbindet untereinander. Damit tragen sie doppelt zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft bei, und dafür danke ich ihnen herzlich!"
Die gemeinnützige Stiftung National Contest for Life (NCL) wurde 2002 von Dr. Frank Husemann, Vater eines betroffenen Kindes, gegründet. Sie setzt sich für die Erforschung der tödlichen Kinderkrankheit Neuronale Ceroid Lipofuszinose ein. Das Gehirn der betroffenen Kinder bildet sich aufgrund eines Gendefektes sukzessive zurück. Nach und nach verlieren die Kinder bereits erworbene Fähigkeiten wie Laufen, Sprechen und Sehen. Hinzu kommen epileptische Anfälle. Im Alter von 20 bis maximal 30 Jahren verlieren die Betroffenen den Lebenskampf.
Die in Hamburg ansässige Stiftung versucht mit privaten Mitteln eine Therapie gegen die tödliche Kinderkrankheit Neuronale Ceroid Lipofuszinose (kurz NCL) zu entwickeln. Mit bundesweit ca. 450 und weltweit ca. 50.000 erkrankten
Weitere Informationen über den Ankauf von Metern unter:
http://www.ncl-stiftung.de/deutsch/nclcharity_marathon/index.php
Spendenkonto:
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Konto 1059223030
BLZ 200 505 50
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