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26.10.2012 14:52 Uhr in Bildung und Weiterbildung
Unternehmensmeldung

Menschenraub

Der Hallesche Judaist Prof. Dr. Giuseppe Veltri stellt letztlich die gesamte westliche Welt als Plagiat dar und trägt damit zur aktuellen Plagiatsdiskussion in den Wissenschaften in bemerkenswerter Weise kontraproduktiv bei.

„Plagium“ ist das lateinische Grundwort für Plagiat und bedeutet ins Deutsche übersetzt „Menschenraub“. „Plagiarius“ bedeutet Sklavenhändler oder Seelenverkäufer. Seit 1977 gibt es in Deutschland einen Negativpreis namens „Plagiarius“ für besonders auffällige Produktkopien. Seit 2007 existiert in der Stadt Solingen, die ansonsten als Zentrum der deutschen Klingen-, Messer- und Schneidwarenindustrie gilt, das „Museum Plagiarius“, das zum Ziel hat, die Öffentlichkeit über die weltweite Produktpiraterie zu informieren. Spätestens seit Februar 2011 ist mit dem ehemaligen Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg das Thema Plagiat in den Wissenschaften in aller Munde. Seit wenigen Wochen ist das Thema Plagiat durch die Dissertation der derzeitigen Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan wieder ins Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung gerückt. Bei letztgenanntem Fall geht es im Wesentlichen um die Paraphrasierung, das heißt das Umschreiben oder Beschreiben eines Sachverhaltes, den eine andere Person bereits beschrieben hat, mit eigenen Worten unter mehr oder minder häufiger Anbringung dieser anderen Person als Originalquelle.

Vorgestern hat der Institutsdirektor des Fachbereichs Judaistik an der Universität Halle-Wittenberg, Prof. Dr. Giuseppe Veltri. einen Artikel über das Plagiat publiziert. Demnach sei der Hort des originären Wissens insbesondere in den großen Religionen zu finden. So seien die alten Griechen und die alten Römer im Wesentlichen Plagiateure gewesen, indem sie ihr Wissen aus der jüdischen Tora (der hebräischen Bibel, in der christlichen Bibel die fünf Bücher Mose, das Pentateuch) „geklaut“ und als ihr eigenes Wissen ausgegeben hätten. Ähnliches sei den Christen im Mittelalter widerfahren.

Dabei hätten sich in der Antike und auch im Mittelalter die Urheber von Schriftwerken vor Plagiaten schon dahingehend gewehrt, als dass sie bei Sachausführungen diese derart verschleiert hätten, dass ein direkter und persönlicher Kontakt zum Urheber notwendig gewesen wäre, hätte ein Interessent die wahren Sachausführungen in Erfahrung bringen wollen. Dies bezog sich insbesondere auf die Herstellung von Medikamenten. Bei einer Entschleierung habe dem Urheber der Ruin geblüht. Die Konsequenz sei nicht selten Selbstmord des Urhebers gewesen. Eine andere Wehrtechnik von Urhebern sei die schriftliche Verfluchung innerhalb des eigenen Schriftwerks gegen womögliche Plagiateure gewesen, so z. B. im „Sachsenspiegel“ von Eike von Repgow oder in einem “mittelalterlichen Text aus der berühmten Geniza (Lagerraum) der Esra-Synagoge in Kairo“.

Es ist nicht ganz klar, was Sinn, Ziel und Zweck dieses Artikels sein soll. Wenn ein Leser nach Lektüre dieses Artikels, immerhin in einer der größten und renommiertesten deutschen Tageszeitungen erschienen, „mitnimmt“, das Abendland und damit letztlich die ganze westliche Welt fuße auf einem riesigen Plagiat, nämlich das der alten Griechen und Römer, dann ist ein solcher Beitrag für die öffentliche Meinungsbildung dieses aktuellen öffentlichen Themas vielleicht nicht so gut. Denn dann muss jedes Plagiat als vollkommen in Ordnung, weil „weltkonform“, angesehen werden und ist nicht zu kritisieren. Das kann’s nicht sein.

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Harald Bahner

Quellen dieser News:
Veltri, Guiseppe: „Möge, wer nicht zitiert, vermisst werden und vergessen“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 24.10.2012, S. N 5


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