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22.01.2018 23:24 Uhr in Medien und Internet
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Michael Oehme: „Fake News“ – das (Un-) Wort 2017

Michael Oehme: „Fake News“ – das (Un-) Wort 2017 Abbildung

Warum Fake News jetzt schon das Unwort des Jahres 2017 sein könnte

Warum Fake News jetzt schon das Unwort des Jahres 2017 sein könnte

St.Gallen, 19.01.2018. „2017 scheint ohne Weiteres das Jahr der „Fake News“ gewesen zu sein. Großen Ruhm und den ultimativen Bekanntheitsgrad in aller Welt hat das Wort durch US-Präsident Donald Trump bekommen, der dieses Wort inflationär gebraucht“, so Kommunikationsexperte Michael Oehme. Seither wurde ausführlich über das Phänomen der „Fake News“ debattiert, mal seriöser und wissenschaftlicher, mal spaßiger und polemischer. Doch wie viele „Fake News“, zu Deutsch Falschmeldungen, die im Kern irreführend sein sollen, gab es denn nun 2017 wirklich? „Auch in Deutschland wurde der Begriff anlässlich der Bundestagswahl heiß diskutiert. Politiker, Journalisten und Kommunikationsexperten haben sich dabei gefragt, in wie weit Fake News eine deutsche Wahl beeinflussen können“, erklärt Michael Oehme weiter. Die ARD als öffentlich-rechtliches Medium rief die Website faktenfinder.tagesschau.de ins Leben, um dieser Frage auf den Grund zu gehen. Schon in den ersten Wochen gab es Gerüchte über Mobiltelefone, die angeblich von IS-Terroristen abgehört werden oder auch eine potentielle Verschwörung der Großmächte beim Giftgasangriff in Syrien oder den Machtkämpfen ins Venezuela. „Besonders prägend war die Meldung im vergangenen Jahr, ein Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund sei von einer antifaschistischen Gruppe verübt worden. Ein gefälschtes Bekennerschreiben gab dieser Fake News also den nötigen Nährboden“, erklärt der Kommunikationsexperte Oehme. Doch um zurück zu Donald Trump zu kommen: Er benutzt den Begriff unterdessen lieber als politische Kampfansage gegen die Leitmedien des Landes wie CNN. „Interessant ist, dass Trump sich von etablierten Medien abwendet und seine politischen Botschaften lieber über soziale Netzwerke, mit Vorliebe Twitter, verkündet“, so Oehme. „Besonders prekär war sein Post im Februar, es hätten einen von Muslimen ausgeübten gewalttätigen Abend in Schweden gegeben. Der Tweet ging innerhalb von Stunden viral und die halbe Welt machte sich darüber lustig“. Für weitere Fake News sorgten der G20 Gipfel, der jetzt schon als „Gipfel der Gerüchte“ bezeichnet wird sowie der Wahlkampf zwischen Schulz und Merkel, wo sowohl mit völlig falschen und aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten gearbeitet wurde, als auch mit gefälschten Fotos. „Fakt ist, dass die Erfahrung gezeigt hat, dass es vor allem in unüberschaubaren Situationen zu Fake News kommen kann. Sie sind ein Mittel zum Zweck in politischen Auseinandersetzungen und fordern Medien und Öffentlichkeit heraus. Fake News sind zwar kein neues Phänomen, haben aber durch die Macht sozialer Medien und populistischen Strömungen einen enormen Aufschwung erlebt. Jedem Nutzer kann ich nur mit auf den Weg geben, Quellen genau zu prüfen, um sich vor Manipulation zu schützen“, sagt Michael Oehme abschließend. Schlussendlich ist „Alternative Fakts“ zum Unwort des Jahres gekürt worden – ein Wort mit einer Bedeutung, die in eine ähnliche Richtung tendiert.

Michael Oehme, Dipl. Betriebswirt (FH) hat sich nach Führungsfunktionen im öffentlichen Dienst und bei einem Bertelsmann-Unternehmen 1996 als Werbe- und Kommunikationsberater (Spezialisierung Finanzsektor) selbständig gemacht. Er war zudem über mehrere Jahre Chefredakteur des Fachmagazins Finanzwelt sowie Alleinvorstand des Verbands Deutscher Medienfonds. Als Consultant der CapitalPR AG, Sankt Gallen/Schweiz ist er seit 2012 auf die Positionierung und Kapitalisierung von mittelständischen Unternehmen sowie Projekten mit Schwerpunkt Immobilien und Erneuerbare Energien spezialisiert. Oehme entwickelt zudem Versicherungskonzepte im Sachwertbereich mit namhaften internationalen Assekuradeuren.