Mit Bewegung gegen schlechten Schlaf bei Demenz
„Der gesunde Schlaf des Pflegebedürftigen als Quelle der Erholung für die Pflegenden" als Vortrag in der DRK-Fachklinik Hahnknüll gGmbH, psychiatrisches Behandlungszentrum, im Gerontopsychiatrischen Bereich.
Ca 70 % aller Demenz-Erkrankten in Deutschland leiden an Schlafstörungen.
Das Gefühl zu erwachen, nicht zu wissen wo man ist und was einen umgibt, führt häufig zu Unruhe und Orientierungslosigkeit. Neue Therapiemöglichkeiten, spezielle Matratzen mit stimulationseffekten und sogar die Einrichtung von Nachtcafés bieten vielversprechende Verbesserungen. Zu diesem Thema hielt Ute Geitmann vom Institut IGAP eine interessante und aufschlussreiche Informationsveranstaltung in DRK-Fachklinik Hahnknüll. Während des
sondern konsequent zu fördern.
Herr Gerhard Wachsmuth (Geschäftsführer) begrüßte an diesem Tag Angehörige, Betroffene und Fachkräfte aus der Region in der DRK-Fachklinik Hahnknüll, gGmbH, psychiatrisches Behandlungszentrum, im Gerontopsychiatrischen Bereich.
. Ute Geitmann von eingeladenen Institut IGAP zeigte anhand von Beispielen, Vergleichen und Erklärungen, welche Maßnahmen erfolgreich angewendet werden können um den Schlaf eines Demenzerkrankten zu verbessern.
„Knapp ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf. Der gesunde Schlaf ist Voraussetzung für ein gesundes Leben, denn nur im Schlaf findet unser Körper Regeneration und Erholung.“, erklärt Ute Geitmann, „Dabei verhält sich unser Körper keinesfalls passiv sondern ist in einem höchst aktiven Zustand! Unser Gehirn läuft auf Hochtouren, Erlerntes wir gespeichert, abgestorbene Zellen werden abgebaut und durch neue ersetzt. Kinder Wachsen im Schlaf. Wir erholen uns und schöpfen Energie für den neuen Tag. Das ist nur ein Teil dessen, was sich im Schlaf ereignet.“
Bei Demenzkranken ist der gesamte Tag- und Nachtrhythmus gestört
Demenzkranke werden bei zunehmender Dämmerung unruhig. Sie legen sich oft früh zu Bett, ohne sofort einzuschlafen, schlafen flach und werden in der Nacht mehrfach wach. Gerade für pflegende Angehörige ist dies eine enorme Belastung. Doch auch für Fachkräfte ist es nicht immer leicht, die Patienten wieder zum Schlafen zu bringen. „In dem Alltag eines Demenzkranken hat sich bereits ein typischer Kreislauf gebildet: „Der Demenzkranke wacht nachts auf, weiß nicht wo er sich befindet. Er wandert verwirrt und orientierungslos durch das Haus und sucht nach Vertrautem. Dabei weckt er häufig seine Angehörigen auf“, berichtet Ute Geitmann. „Häufig passiert dies mehrmals pro Nacht und raubt nicht nur dem Erkrankten sondern auch dem Angehörigen den lebenswichtigen gesunden Schlaf!“ Angehörige sehen oftmals nur einen Ausweg: Die optimale Betreuung des Erkrankten in einem Pflegeheim und der Einsatz von Medikamenten mit den vielen Nebenwirkungen.
Was tun, wenn ein Erkrankter nicht mehr schlafen möchte?
Eine Teilnehmerin erzählte über die Bemühungen, Ihrem demenzkranken Mann gesunden Schlaf zu ermöglichen. Nach dem Motto: „Wer tagsüber lange aktiv ist, ist abends in der Regel auch entsprechend müde. Rituale und Regelmäßigkeiten im Alltag halfen ungemein,“ erzählte Sie.
Dennoch sei es immer wieder eine Herausforderung, Ihren Mann zum Schlafen zu bewegen.
Auch die Angehörigen und Pflegenden benötigen Erholung. Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Yoga können ihnen dabei helfen.
Kleine bunte Pillen - der Ausweg aus der Schlafstörung?
Die Schlafstörungen bei Demenzkranken lassen sich nicht alleine durch Medikamente behandeln. Diese versprechen nur eine kleine Verbesserung, aber keine fortlaufende. Eine gute Alternative bietet regelmäßige Bewegung. „Was ein täglicher Prozess während des Schlafes für unseren Körper ist, sollte auch im Alltag angewendet werden.“ rät Ute Geitmann. „Die Bewegung ist im Schlaf unbewusst und doch lebensnotwenig. Ständig bewegen wir uns um Druckausgleich zu schaffen, die Wärmeregulierung unseres Körpers zu kontrollieren und die Muskelstränge zu mobilisieren. Bewegung muss daher die oberste Priorität haben, wenn es um den Schlaf und das Liegen von Demenzkranken geht.“ Die Informationsveranstaltung bot sowohl einen guten Überblick über das Thema Schlaf und Demenz, aber auch konkrete Anregungen für die Angehörigen. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Institutes IGAP unter www.igap.de
Kostenlose Broschüren
Das Institut IGAP bietet kostenlose Broschüren zu diesem Thema an. Diese können per Telefon: 04761/88674 oder im Internet www.igap.de bestellt werden.
Schlaf und Bewegung in der Pflege Demenzkranker
Wissen und Informationen rund um das Thema Schlaf und Bewegung stehen im Mittelpunkt dieser Broschüren. Professionelle Informationen und
nützliche Pflegetipps speziell für Angehörige sollen eine Hilfestellung sein.
Bewegung
Denn mangelnde Bewegung bewirkt einen schlechten Schlaf.
Sieben von Zehn Demenzkranken leiden unter diesen Schlafstörungen.
Häufig sind die daraus resultierenden Tages- und Nachtabläufe im häuslichen Bereich nicht mehr zu bewältigen. Pflegende Angehörige stoßen an ihre körperlichen
und gesundheitlichen Belastungsgrenzen.
Die neuen Broschüren gehen intensiv auf diese Problematik ein und geben
Angehörigen Tipps die Sie in den Pflegealltag mit einbinden können.
Die Broschüren können kostenlos angefordert werden unter:
IGAP, Stader Str. 8, 27432 Bremervörder.
Im Internet ist die Broschüre unter www.igap.de zu finden.
Sie haben Interesse an einer Informationsveranstaltung gerne teilen
wir Ihnen den nächsten Termin in Ihrer Nähe mit.
Kontakt
| Ansprechpartner: | Ute Geitmann (IGAP Pflgewissenschaft) | |
| Anschrift: | IGAP Institut im Gesundheitswesen und angewandte Pflegeforschung e.V. Stader Straße 8 27432 Bremervörde |
|
| Telefon: | 04761/88674 | |
| Fax: | 04761/88619 | |
| Internet: | http://www.igap.de | |
| Kontakt: |
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Informationen zu dieser Pressemitteilung
Keywords:
DRK-Fachklinik Hahnknüll, gGmbH, psychiatrisches Behandlungszentrum, im Gerontopsychiatrischen Bereich, IGAP, Alzheimer, Demenz, Verwirrtheit, Institut, Pflegeforschung, Gerhard Wachstum, Ute Geitmann, Thomashilfen, Bewegung, Schlaf, Schlafstöru
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