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02.04.2014 16:14 Uhr in Wirtschaft und Finanzen
Unternehmensmeldung

Neue Schadenersatzklage der BAC-Landentwicklungsfonds InfraTrust 2 und 5 unsubstantiiert und aussichtslos – weiterer kläglicher Versuch, vom eigenen Versagen abzulenken

Die Geldvernichtung zu Lasten der InfraTrust-Fonds könnte weitergehen. Trotz der erstinstanzlich zu etwa 90% von den InfraTrust-Fonds verlorenen und damit verlustträchtigen ersten Klage hat Fondsgeschäftsführer Stephan Brückl im Namen der ursprünglich als Landentwicklungsfonds aufgelegten InfraTrust-Fonds 2 und 5 eine weitere Schadenersatzklage gegen Oliver Schulz eingereicht. Die neue Klage hat nach Einschätzung hierzu befragter Anwälte noch weniger Aussicht auf Erfolg als die erste. Es ist davon auszugehen, dass mit der erneuten Stellvertreterklage wie schon mit der ersten von den Fehlleistungen und dem Missmanagement der BAC-Gründer und des aktuellen Fondsmanagements abgelenkt werden soll – auch wenn das die Anleger erneut einen hohen Betrag für Rechtsanwalts- und Gerichtsgebühren kosten sollte.

„Nach Einschätzung hierzu befragter Anwälte ist auch die erneute Schadenersatzklage unsubstantiiert und daher aussichtslos“, stellt Oliver Schulz fest. Das Gericht stützte seine Entscheidung in der ersten, zu etwa 90% von den Fonds verlorenen Klage insbesondere auf eine Verletzung der nachorganschaftlichen Pflicht zur unverzüglichen Rückgängigmachung des Komplementäraustauschs, die nach Auffassung des Gerichts aufgrund der Abberufung von Oliver Schulz bestand. (Diese für Schulz überraschende Abberufung erfolgte aus seiner Sicht seitens der BAC-Gründer letztlich zur Vermeidung des Eigen-Insolvenzantrages, den Schulz für das BAC-Emissionshaus am 08.12.2010 beim zuständigen Gericht einreichen wollte; so genannte nachorganschaftliche Pflichtverletzung.) Oliver Schulz hat gegen das Urteil Berufung eingelegt, die derzeit vor dem Kammergericht Berlin durchgeführt wird.

Zudem hat das BAC-Management selbst nach dem Ausscheiden von Mobilfunkspezialist Oliver Schulz mehrfach klar kommuniziert, dass den InfraTrust-Fonds keine Substanzschäden durch den Komplementäraustausch entstanden sind. Als Beispiel hier ein Zitat von Nikolaus Weil vom 19. Januar 2011: „Erstens: Die Beendigung des Verfahrens mit dem ehemaligen Geschäftsführungsmitglied Oliver Schulz konnte beschleunigt werden und so der prospektgemäße Zustand der InfraTrust-Fonds wiederhergestellt werden. […] Zweitens: Zu keinem Zeitpunkt ist den Fonds und damit den Anlegern ein Substanzschaden entstanden.“

Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass den Fonds in dem ersten Verfahren nur ein sehr geringer Teil der geforderten Summe zugesprochen wurde – dem aber hohe Rechtskosten gegenüberstanden. „Obwohl dieses Ergebnis ein Desaster für die InfraTrust-Fonds darstellt, hat Stephan Brückl eine zweite Klage angestrengt“, sagt Schulz. „Und anders als suggeriert wird, kann aus der ersten weitgehend erfolglosen Klage keineswegs geschlossen werden, dass eine zweite Klage ebenfalls zu etwa 10% „Erfolg“ hätte. Zumal dieses Mal in den USA angeblich angefallene Rechtskosten in der Klage geltend gemacht werden – Kosten, die vertraglich gar nicht von den Fonds zu tragen sind; eine Weiterbelastung ist vielmehr vertraglich ausgeschlossen. Bereits im ersten Verfahren hatte sich im Übrigen gezeigt, dass den Fonds teilweise Kosten, die eindeutig den BAC-Gesellschaften zuzurechnen waren, weiterbelastet worden waren.“ Aus Sicht von Oliver Schulz ist dies ein klarer Tatbestand der Untreue durch die damalige Geschäftsführung unter Herrn Weil.

Mit der erneuten Stellvertreterklage wird wieder einmal versucht, von den Fehlern, Versäumnissen und dem Missmanagement der wahren Verantwortlichen abzulenken – und für die Kosten dieser erneuten Verschleierungsaktion sollen wie gewohnt die Anleger aufkommen. Die BAC-Gründer hatten damals mehrere Landentwicklungsprojekte initiiert; unerschlossenes Land in den USA sollte erschlossen und mit der notwendigen Infrastruktur wie Elektrizität, Wasser, Fernwärme und Telekommunikation versorgt werden. Hierfür sicherten die BAC-Gründer Grundstücke über kostenpflichtige Optionen und haben in diverse Projekte investiert; umfangreiche Mittel der entsprechend als Landentwicklungsfonds aufgelegten InfraTrust Fonds 2 und 5 sind in die Analyse- und Entwicklungsphasen geflossen.

All diese Investitionen, die die BAC-Gründer vor dem Eintritt von Oliver Schulz bei der BAC veranlasst haben, waren mit dem Scheitern des Landentwicklungsbereichs hinfällig und haben zu hohen Verlusten der beiden Landentwicklungsfonds geführt: Das ursprüngliche Platzierungsvolumen des InfraTrust 2 betrug 27,5 Millionen Euro bzw. 35,75 Millionen US-Dollar (Wechselkurs 1,30 USD/Euro) – Anfang 2011 wurden dann Aussagen von Nikolaus Weil zufolge nach dem Wechsel des Investitionsfokus‘ rund 26 Millionen US-Dollar verbliebenes Kapital investiert. Das entspricht einem Restkapital von 70% des ursprünglichen Platzierungsvolumens. Beim InfraTrust 5 wurden, nachdem ursprünglich knapp 9,2 Millionen US-Dollar platziert werden konnten, schließlich knapp 7,9 Millionen US-Dollar investiert – 86% des ursprünglich platzierten Volumens. Mehr hierzu lesen Sie hier. Unter diesen hohen, von den BAC-Gründern zu verantwortenden Verlusten leiden die beiden Fonds noch heute. Dass der Mobilfunkspezialist Oliver Schulz, der lediglich für einen Zeitraum von 9,5 Wochen (!) Geschäftsführer der beiden Fonds war, nachdem die beiden von den BAC-Gründern initiierten Landentwicklungsfonds in diesem Bereich vollständig gescheitert waren und durch Oliver Schulz saniert werden sollten, nun für die heute desolate Situation der Fonds verantwortlich sein soll ist, ist ein nicht haltbarer Vorwurf.

Apropos Missmanagement: Angeblich sollen „Aufräumarbeiten“ der BAC erforderlich gewesen sein, die nach dem Ausscheiden von Schulz angeblich bis heute andauern. Dass die BAC-Verantwortlichen seit mittlerweile über drei Jahren das Märchen von den „Aufräumarbeiten“ erzählen, zeigt schon allein, dass es den Herren offenbar an ausreichender Kompetenz mangelt. Im Übrigen hatte die BAC selbst bereits Anfang 2011 verkündet, dass der prospektgemäße Zustand der InfraTrust-Fonds wiederhergestellt sei.

Es bleibt der Fakt, dass InfraTrust 2 und 5 bereits durch das Scheitern des Landentwicklungsbereichs (unter der Führung von Franz-Philippe Przybyl) hohe Verluste zu verkraften haben. Durch die Umstrukturierung der Fonds nach dem Ausscheiden von Oliver Schulz ist ungewiss, mit welch hohen Verlusten die Anleger insgesamt rechnen müssen. Und damit Stefan Beiten, Nikolaus Weil, Franz-Philippe Przybyl und Stephan Brückl für die hohen Verluste der InfraTrust-Anleger keine Verantwortung übernehmen müssen, versuchen die händeringend einen anderen Schuldigen zu präsentieren – auf Kosten der Anleger.

Kontakt
Ansprechpartner: Oliver Schulz
Anschrift: Beuckestraße 4
14163 Berlin
Telefon: 030 - 89 63 37 45
Internet: http://www.bac-fonds-info.de
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