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08.02.2011 21:29 Uhr in Industrie und Hightech
Unternehmensmeldung

Neue TRGS 800 Brandschutzmaßmahmen macht Papier zum Gefahrstoff

Neue Technische Regel für Gefahrstoffe erfordert Gefährdungsanalyse für brennbare Gefahrstoffe

Gut dass Sie im Moment kein Papier in der Hand haben, sondern auf einen Monitor schauen. Ob Sie es glauben oder nicht: Papier gilt seit kurzem offiziell in Deutschland als Gefahrstoff. Grundlage dafür ist die sogenannte TRGS 800.

Diese völlig neue „Technische Regel für Gefahrstoffe 800 - Brandschutzmaßnahmen“ umfasst nicht nur entzündliche, leicht- und hochentzündliche Gefahrstoffe mit den R-Sätzen R10 – R12, sondern alle brennbaren Gefahrstoffe wie zum Beispiel Papier. Wer sich nie den Unterschied zwischen entzündlich und brennbar merken konnte, der hat es jetzt gut. Denn „brennbar“ ist im Grunde umfassender und leichter verständlich als der Begriff „entzündlich“ der an den Begriff „Flammpunkt“ gekoppelt ist. Der Begriff „brennbar“ ist jetzt Grundlage sowie Dreh- und Angelpunkt der komplett neuen TRGS 800. Sie hat keinen Vorgänger, sondern wurde auf der 47. Sitzung des Ausschusses für Gefahrstoffe (AGS) bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin im November 2010 verabschiedet. Am 31.Januar 2011 wurde die TRGS 800 dann im Gemeinsamen Ministerialblatt veröffentlicht. Sie konkretisiert die Anforderungen der deutschen Gefahrstoffverordnung. Mehr dazu finden Sie im Blog des Unternehmensberaters Jörg Stottrop aus Köln unter http://stottrop-online.blogspot.com .

Betriebe und öffentliche Einrichtungen sind nunmehr gezwungen, ihre schriftlichen Gefährdungsbeurteilugnen um eine Gefährdungsbeurteilung für alle brennbaren Gefahrstoffe zu ergänzen. Dazu zählen auch die lange Zeit nicht mehr als Gefahrstoffe geltenden brennbaren Flüssigkeiten der Gefahrenklasse A III, die einst vom Reichskanzler Bismarck eingeführt wurden und die jedoch unter dem Einfluß der EG-Richtlinien abgeschafft wurde. Jetzt sind diese Stoffe wieder da. Grundlage ist die Umsetzung der weltweit einheitlichen Richtlinie Globally harmonized system (GHS), nach dem Gefahrstoffe weltweit einheitlich eingestuft und gekennzeichnet werden sollen. Daher fällt auch das sogenannte Andreaskreuz als Gefahrstoffsymbol weg, möglichweise, weil einige Länder der Welt dies als christliches Symbol als zu einseitig angesehen haben. jetzt kommt dafür ein neues Korpussymbol. Dies ist aber nicht Gegenstand dieser Pressemitteilung, sondern eher als Hintergrundinfo gedacht.

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Ansprechpartner: Jörg Stottrop (Geschäftsführung)
Anschrift: Unternehmensberatung Stottrop
Im Bergerhof 26
50999 Köln
Telefon: 02236-967149
Internet: http://www.stottrop-online.de
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