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28.08.2012 17:22 Uhr in Politik
Unternehmensmeldung

Praxisintegrierte Ausbildung hilft gegen Personalknappheit bei Erziehern

Quereinsteiger und Schulabgänger können an den Freien Dualen Fachschulen für Pädagogik der Konzept-e für Schulen gGmbH in drei Jahren eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin oder zum Jugend- und Heimerzieher absolvieren - Anerkennungsjahr und Gehalt inklusive. Ab Herbst 2012 ist eine praxisintegrierte Ausbildung (PIA) an insgesamt 31 Fachschulen in Baden-Württemberg möglich.rn

Quereinsteiger und Schulabgänger können an den Freien Dualen Fachschulen für Pädagogik der Konzept-e für Schulen gGmbH in drei Jahren eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin oder zum Jugend- und Heimerzieher absolvieren - Anerkennungsjahr und Gehalt inklusive. Ab Herbst 2012 ist eine praxisintegrierte Ausbildung (PIA) an insgesamt 31 Fachschulen in Baden-Württemberg möglich.

In einem Jahr gilt der individuelle Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren. Bereits aktuell beziffern Sozialökonomen den Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern auf 25.000 (Handelsblatt). Die Fachministerien der Länder gehen davon aus, dass der Personalbedarf in den nächsten Jahren ohne zusätzliche Maßnahmen der Personalqualifizierung und -gewinnung sowie einer Erhöhung der Ausbildungskapazitäten nicht zu decken ist.

Die praxisintegrierte Ausbildung schafft kurzfristig Abhilfe, denn die Fachschüler und -schülerinnen sind von Beginn an auch in den Kindertagesstätten. Während die traditionelle Erzieher-Ausbildung einen zweijährigen Schulbesuch ohne Vergütung und ein einjähriges Berufskolleg für Praktikanten vorsieht (Gehalt gibt es erst im Anerkennungsjahr, dem letzten Ausbildungsjahr), beträgt an den Freien Dualen Fachschulen das Gehalt im ersten Jahr 703 Euro und steigt auf 799 Euro. Quereinsteiger, die bereits einen Beruf erlernt haben und in diesem Beruf mindestens ein Jahr gearbeitet haben, können ein Ausbildungsgehalt von bis zu 1.200 Euro beziehen. Die praktische Ausbildung erfolgt bei den Freien Dualen Fachschulen in einer element-i-Einrichtung in der Trägerschaft des Konzept-e-Netzwerks.

Dass das Angebot attraktiv ist, zeigt die Resonanz: 200 Bewerbungen - ein Drittel davon von Männern - gingen auf die 34 Ausbildungsplätze in Stuttgart und Karlsruhe ein. Die Altersspanne reicht von 18 bis 50 Jahren, viele sind Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger. "Das Konzept hat offensichtlich genau die Bewerberinnen und Bewerber angesprochen, die wir händeringend suchen. Wir haben aufgeschlossene, neugierige Menschen mit vielfältigen Interessen sowie Lebens- und Berufserfahrung gewonnen, und insbesondere auch Männer", freut sich Schulleiterin Eva Lang.

Vorausgesetzt für die Aufnahme wird ein mittlerer Bildungsabschluss und der Abschluss am Berufskolleg für Praktikanten, eine ein- bzw. zweijährige praktische Tätigkeit in einer pädagogischen Einrichtung mit Kindern bzw. Jugendlichen (FSJ, BFD) oder eine pädagogische Erstausbildung. Für Bewerber mit einer (Fach)Hochschul-Zugangsberechtigung reicht eine praktische pädagogische Vollzeittätigkeit von sechs Wochen am Stück aus. Während der dreijährigen Vollzeitausbildung wechseln Theorie- und Praxisphasen im Dreimonatsrhythmus, ein Blended-Learning-Konzept verbindet Präsenzeinheiten, Blockseminare, Selbststudium, E-Learning und das Lernen in Gruppen.

Die erste Freie Duale Fachschule startete 2011 in Stuttgart mit der Ausbildung zum staatlich anerkannten Jugend- und Heimerzieher. Ab September 2012 ist hier, wie auch am neuen Standort Karlsruhe, die Ausbildung zur/m staatl. anerkannten Erzieher/-in möglich.

Hintergrund:

Die Gründung der Freien Dualen Fachschule für Pädagogik steht auch im Zusammenhang mit dem Bestreben, mehr Männer für den Beruf des Erziehers zu gewinnen. Die Konzept-e für Bildung und Soziales führt dazu im Rahmen des ESF-Modellprogramms "MEHR Männer in Kitas", das vom Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFJFS) sowie dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert wird, eine Kampagne zur Gewinnung männlicher Fachkräfte durch.

ESF-Modellprogramm "MEHR Männer in Kitas"

Erfahrungen sammeln, übertragen und nachhaltig Wirkung entfalten
"Männer sind aufgefordert, Erziehungswelten mit zu gestalten. Also die Welt ihrer Kinder." (Männlicher Erzieher, 29 Jahre)

"MEHR Männer in Kitas" - Das sind 16 Modellprojekte mit 1.300 Kindertageseinrichtungen in 13 Bundesländern, die mit insgesamt gut 13 Millionen Euro gefördert werden. Bis Ende 2013 werden sie Wege finden, mehr männliche Fachkräfte für Kitas zu gewinnen. Das Programm wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert und ist Teil der gleichstellungspolitischen Gesamtinitiative "Männer in Kitas".

Eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte und Maßnahmen, wie Schüler-Praktika, Schnuppertage, Freiwilligendienste und Programme für Mentorinnen und Mentoren werden eingesetzt und ausgewertet. Hinzu kommen aktive Väterarbeit, die Auseinandersetzung mit dem Thema "Geschlecht" sowohl während der Berufsfindung junger Männer wie auch im Kita-Alltag. Runde Tische und Netzwerke männlicher Erzieher werden dazu beitragen, in ganz Deutschland mehr Männer für den Beruf des Erziehers zu gewinnen.
Die Erfahrungen aus den Modellprojekten werden überregional an Kita-Träger weitergegeben.

Mehr Informationen zum ESF-Modellprogramm "MEHR Männer in Kitas" unter:
- www.bmfsfj.de
- www.koordination-maennerinkitas.de
- www.esf-regiestelle.eu

Das Konzept-e Netzwerk ist seit seiner Gründung 1988 kompetenter Partner für Kommunen und Unternehmen in Bildungs- und Sozialfragen. Der Aufbau und Betrieb öffentlicher und betriebsnaher Kindertagesstätten mit hohem Qualitäts- und Bildungsstandard sowie deren Organisationsentwicklung sind die wichtigsten Geschäftsfelder. Heute gehören zum Netzwerk 24 Kitas, zwei Grundschulen, eine Freie DualeFachschule für Erzieherinnen und Erzieher sowie die Entwicklung von Konzepten zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Der Anspruch einer qualitativ hochwertigen Bildung und Betreuung ist in der eigenen element-i-Pädagogik formuliert. Das Konzept-e Netzwerk beschäftigt bundesweit 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu ihm gehören die Trägervereine Konzept-e für Kindertagesstätten gGmbH, Konzept-e für Schulen gGmbH, Kind e.V. Stuttgart und Kind und Beruf e.V.

Einmal im Jahr veranstaltet das Konzept-e Netzwerk den Kongress Invest in Future, der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die zeitgemäße Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern von 0 bis 10 Jahren in den Fokus nimmt.

Kontakt
Ansprechpartner: Eike Ostendorf-Servisoglou
Anschrift: eoscript Public Relations
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