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02.11.2012 15:44 Uhr in Bildung und Weiterbildung
Unternehmensmeldung

Schlagkräftiger ohne Suff und Schläge

Schlagkräftiger ohne Suff und Schläge Esra Kreder und Fabio Esposito überzeugen im Präventionstheater (Bild: CJD Jugenddorf Offenburg).

CJD Jugenddorf Offenburg setzt auf Prävention

In Sachen Alkoholmissbrauch und Gewalt setzt das CJD Jugenddorf Offenburg verstärkt auf das Erfolgsmodell Prävention statt auf Belehrung oder Bestrafung. In einem Theaterstück mit Schauspieler Fabio Esposito erlebten rund 120 Jugendliche, wie schnell der Weg vom Spaß in die Sucht und somit zum sozialen Abstieg führen kann. Darüber hinaus wurde erstmals gemeinsam mit der Sozialen Rechtpflege Ortenau e.V. ein Programm zur Gewaltprävention bei jungen Auszubildenden realisiert.

Mit seinem Präventionsstück war Fabio Esposito bereits zum zweiten Mal im Jugenddorf zu Gast. "Zwischen Himmel und Hölle" handelt vom Entertainer Julio, der auf der Musikhochschule die Schülerin Hannah kennen lernt. Die beiden verlieben sich, doch rasch wird Hannah in Julios Alkoholexzesse hineingezogen. Was zu Beginn noch Spaß ist, gleitet den beiden rasch aus der Hand. Hannah blamiert sich beim Vorsingen in betrunkenem Zustand, alles erscheint immer sinnloser, bald jagt ein Rausch den nächsten. Erst als Julio zusammenbricht, kommt die Wende.

Mit dem Präventionsstück, das bewusst in Jugendsprache gehalten ist, konnten die Jugendlichen optimal erreicht werden – allerdings nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern mit klaren Worten. Die Aufführungen fanden im Rahmen der Gesundheits- und Suchtpräventionswochen der Stadt Offenburg statt.

Ähnlich gelagert war das parallel laufende Projekt zur Gewaltprävention, das erstmals gemeinsam mit der Sozialen Rechtspflege Ortenau durchgeführt wurde. Je neun Auszubildende, aus dem ersten und zweiten Lehrjahr, wurden dabei zum offenen Austausch über das Thema "Gewalt" angeleitet.

An mehreren Terminen und mit verschiedenen gruppenpädagogischen Methoden ging es um den konstruktiven sozialen Umgang miteinander. In Rollenspielen wurden die Jugendlichen für Gewaltsituationen oder zum Umgang mit Konflikten sensibilisiert.

"Wir haben von den jungen Menschen durchweg ein positives Feedback erhalten und die Gruppe ist insgesamt noch näher zusammengerückt", berichten Verena Sucher und Jenny Müller, die als Sozialbegleiterinnen im CJD Jugenddorf Offenburg die Zusammenarbeit mit der Sozialen Rechtspflege Ortenau initiiert hatten.

Im CJD Jugenddorf Offenburg nehmen jährlich 600 junge Menschen aus dem Ortenaukreis, aus Baden-Württemberg und aus dem ganzen Bundesgebiet an unterschiedlichen Bildungsmaßnahmen teil, mit dem Ziel einer erfolgreichen beruflichen und sozialen Integration. Sie bereiten sich auf eine Ausbildung und auf den (Wieder-) Einstieg in den Beruf vor oder lernen in anerkannten Ausbildungsberufen aus Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistung.

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