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31.07.2017 16:08 Uhr in Gesundheit und Medizin
Unternehmensmeldung

Strategie Digitalisierung Gesundheit - Dr. Hein: „Die Klinken sind der Schlüssel!“

Strategie Digitalisierung Gesundheit - Dr. Hein: „Die Klinken sind der Schlüssel!“ Frontend der EvoCare-TeleTherapie

Interview mit Dr.-Ing. Achim Hein (Erfinder der TeleTherapie)

Digitalisierung ist nicht nur Trend, sondern die Zukunft. Im Gesundheitswesen sind die technischen Schritte in Richtung „Tele“ enorm. Richtig in der Regelversorgung angekommen ist bislang die Video-Sprechstunde. Ansonsten werden vereinzelte Projekte gefördert, die den Sprung in die Regelversorgung jedoch nicht geschafft haben. Bei der EvoCare-TeleTherapie ist das allerdings anders!

Warum sind die Kliniken der Schlüssel?
Die digitale Gesundheitsszene stellt sich seit Jahren die Frage, wie man flächendeckend Patienten telemedizinisch auch zu Hause versorgen kann – und zwar als eine vom Kostenträger bezahlte Leistung mit einem wirtschaftlichen Konzept für Leistungserbringer. Denn Kostenträger zahlen bekanntlich für Behandlungsleistungen - nicht für Hardware (HW) / Technik / Plattformen oder Software (SW) / App & Co. Der große Erfolg ist: Die EvoCare-TeleTherapie wurde anerkannt und dafür konkrete Patienten-budgets bereitgestellt! Jetzt haben die Kliniken die Chance diese neuen Budgets zu nutzen. Es sind die Kliniken, die dafür Sorge tragen können die digitalisierte Gesundheit aus ihren eigenen Häusern zu steuern und flächendeckend ihren Wirkungskreis zu vergrößern – und zwar zu jedem Patienten den sie entlassen – sie sind der Schlüssel zur Etablierung von digitalen Gesundheitsleistungen.

Was wird mit dem Schlüssel aufgeschlossen?
Nahezu alle Kliniken arbeiten an Strategien um digitale Gesundheitsdienstleister zu werden. Plattformen sollen Daten sammeln und für Besserversorgung sorgen. Apps sollen Patienten binden und steuern. Diese Ideen haben leider keinerlei Auswirkung auf die Erlösseite der Klinik – sie bringen keine neue Refinanzierung und sind nur ein Kostenklotz am Bein! Die vergütete TeleTherapie ist da ein Novum. Jetzt können Kliniken sich zusätzliche Erlöse erarbeiten, indem sie die digitalisierte Behandlung anbieten. Der Schlüssel schließt die Refinanzierungsbüchse für Kliniken auf – so macht die Digitalisierungsstrategie auch wirtschaftlich Sinn und nur dadurch hat die Digitalisierung als ergänzendes Tele-Angebot im Klinikbereich eine Chance.

Warum investieren einige Kliniken bereits in Plattformen und Apps?
Bislang sehen viele Kliniken die Digitalisierung eher als Marketing-Maßnahme „Wir sind eine moderne Klinik!“. Jede Klinik kennt den Kostendruck und kann ein Lied vom Fachkräftemangel singen. Kliniken sind aber trotzdem gut beraten sich bereits heute in dieser Richtung aufzustellen, aber wenn sie dies tun, dann sollten sie es richtig tun! Es ist essentiell alle Wirkmechanismen des Gesundheitsmarktes zu kennen und valide Erfahrungen in der TelePatientenversorgung zu haben. Es ist nicht damit getan einzelne Apps oder Hardware einzubinden. Die TeleTherapie wird für Kliniken eine stabile Säule auf der Seite der Einnahmen werden, sofern dies richtig angegangen wird, sonst verschwenden Kliniken Geld und Zeit, die der Wettbewerb nutzt. Wir haben in den vielen Jahren Erfahrungen in allen Schritten der Tele Behandlung gesammelt. Wenn man in der Regelversorgung angekommen ist, kann man eben die aufkommenden Fragen beantworten! Auch haben wir mit Kliniken über 50.000 Patienten via Tele versorgt und kennen mit unserem Therapiezentrum die Behandlerseite. Deshalb arbeiten wir so erfolgreich als Berater für Kliniken und andere Akteure.

Warum gerade TeleTherapie?
Therapieleistungen sind mit 300 Mio. Anwendungen mit Abstand die häufigsten Leistungen die Patienten erhalten – es ist ein breiter Zugang in den Markt. Die Therapieleistungen – konkret die Leistungen Bewegungstherapie, Sprachtherapie, kognitive Trainings etc. sind aus mehreren Gründen perfekt. Sie werden in jeder Phase der Patientenbehandlung benötigt. Ob Akut, Reha oder Pflege, ob stationär oder ambulant, sie kommen als Physiotherapie, Logopädie oder Ergotherapie zum Einsatz. Nahezu jeder Patient einer Klinik egal ob Orthopädie-, Innere-, oder Neuro-Patient erhält Therapieleistungen als Heilmittel. Insgesamt wird mit der TeleTherapie also eine enorme Patientenmenge angesprochen – und zwar über alle Sektoren und Indikationen hinweg. In einer Klinik – gleich welcher Couleur – schafft die TeleTherapie ein Angebot, dass jedem Patienten Hilfe bieten kann.

Mit welchen Erlösen kann eine Klinik rechnen, wenn Sie die TeleTherapie anbietet?
Das ist je nach Klinik en detail zu berechnen. Grundsätzlich stehen konkrete Vergütungssätze zur Verfügung, die je nach Indikation schon mal 30% Mehrumsatz pro Patient bedeuten können. Dies ist durchaus signifikant, denn die dafür notwendigen Kosten sind deutlich geringer. Und was essentiell ist, es ist neues Geschäft für Kliniken. Bislang haben sie ihre Patienten nach dem Klinikaufenthalt verloren. Nun kann sich das ändern.

Müssen Kliniken besondere Anforderungen erfüllen?
Ja. Es hat sich herausgestellt, dass jede neue Klinik die TeleTherapie anders verstanden hat, was in der Vergangenheit zu Problemen geführt hat. Daher haben wir unsere Erfahrungen der letzten 15 Jahre in unseren Leitlinien als zugelassene TeleTherapie einfließen lassen und begleiten Klinken bei der Durchführung in einem geführten Startbetrieb. Diese Richtschnur ist sehr hilfreich und zur Qualitätssicherung notwendig. Die Kliniken können sich auf bewährte Prozesse verlassen und dennoch Ihre ei-genen Therapieinhalte fokussieren.

Was ist die EvoCare-TeleTherapie?
Heute ist die EvoCare-TeleTherapie eine anerkannte Behandlungsmethode. Es ist keine HW, SW, wie eine App zur Videoübung. Die EvoCare-TeleTherapie kombiniert die klassische Face-to-Face-Behandlung mit speziell ablaufender Tele-Behandlung unter notwendiger und hinreichender Supervision der dafür gesondert fortgebildeten Therapeuten. EvoCare-TeleTherapie hilft, dass Kliniken ihre Patienten nach der Entlassung auch zuhause weiterbehandeln können, die Praxen ihre Patienten intensiver versorgen können und Ältere länger gesünder zu Hause leben können. Die ETT ist eine neue Art der Interaktion von Behandler und Patient. Die konkret durchorganisierten Behandlungs-PROZESSE sind digitalisiert und unabhängig von der Art der verwendeten Endgeräte genauso gut medizinisch wirksam wie klassische Therapie – das haben Studien der Kostenträger ergeben, daher die Akzeptanz! Die TeleTherapie als Behandlung hat zwar nichts mit HW, SW wie Apps und Plattformen zu tun – nutzt aber genau diese Technologien!

Wie lange hat es gedauert, bis die EvoCare-TeleTherapie in der Regelversorgung abgerechnet werden konnte?
Wir starteten vor rund 20 Jahren im Hause SIEMENS und entwarfen erste TeleTherapie-Behandlungen in der Rehabilitation. Seit 1997 haben wir zahlreiche Studien durchgeführt in der Sprachtherapie, Neuropsychologie, Physiotherapie, innere Medizin und dem Ambient Assisted Living-Bereich. Das EvoCare-TeleTherapie-Behandlungs-VERFAHREN musste zunächst per Kostenträgerstudien die Wirksamkeit im Vergleich zu bestehenden Behandlungsverfahren nachweisen. Auch die Wirtschaftlichkeit für Kostenträger und Klinik war zu belegen. Aufgrund der Erfahrungen und der engen Zusammenarbeit mit Kostenträgern wurden umfangreiche Auflagen festgelegt, die retrospektiv allesamt notwendig waren. Zentrale Begriffe sind notwendige und hinreichende Supervision, Barrierefreiheit, Patientensicherheit, Datenschutz und viele mehr.

Wer sind Ihre Mitbewerber?
Wir sind Innovationsführer und die von uns erfundene TeleTherapie ist die einzige die in der Regelversorgung bezahlt wird. Derzeit gibt es sonst nur Technikanbieter oder technische Angebote wie z.B. App-Lösungen für den Selbstzahlermarkt. Für die Evolution von der technischen Lösung bis zum an-erkannten Behandlungsverfahren haben wir 15 Jahre gebraucht (The Care Evolution „EvoCare“). Selbst wenn jemand (egal ob Klinik oder Industrie) alle unsere Erfahrungen versteht und kopiert, es müssen dieselben Prüfungskriterien Stück für Stück durchlaufen werden – ich denke unter 5 – 10 Jahren wird das keiner schaffen können.

Warum ist EvoCare keine App, das wäre doch einfacher?
Eine Voraussetzung für die Zulassung in der Regelversorgung der ersten Deutschen Rentenversicherung war ein völliges Verbot von Apps über patienteneigene Geräte sowie ein Internet-Verbot. Wir haben in 2017 eine erneute Datenschutzprüfung durch die DRV abgeschlossen. Das „Verbot“ besteht weiterhin! Auch die Anforderungen der Barrierefreiheit, Patientensicherheit und Supervision sind per patienteneigenen Geräten nicht 100% gewährleistbar – insofern tabu.

Warum liest man ab und zu von einer App auf Rezept oder in der Klinik?
Sie müssen den Unterschied von Modell-Projekten und einer Leistung in der Regelversorgung beach-ten. In Modellversuchen dürfen Sie alles Mögliche verwenden und ausprobieren. Ich spreche über Regelversorgung, da gelten andere Regeln und Gesetze. Ja, möglicherweise wäre es einfacher, wenn wir keine Leih-Tele-Geräte für Patienten vorhalten müssten, der Vorteil von den Leihgeräten ist aber enorm. Alles ist super einfach und auch für Ältere und völlig unerfahrene Personen bedienbar, eben 100 % barrierefrei. Zudem gibt keine Akzeptanzprobleme, die Compliance liegt bei >80% und technische Probleme sind

Könnte die EvoCare-Methode über eine App und eine Plattform eines eHealth-Anbieters genutzt werden?
Ja, soweit alle Prozessschritte der evaluierten Tele-Behandlung eingehalten werden. Wir hatten bereits vor 10 Jahren Apps. Nur was bringt im 1. Gesundheitsmarkt eine App, wenn es keiner bezahlt und aufgrund der Vollkasko-Mentalität in Deutschland war im 2. Gesundheitsmarkt mit bezahlten Gesundheitsleistungen kein Geschäft aufbaubar. Im Lifestyle-Markt mag das anders sein!

Gibt es neben der DRV andere Kostenträger, die die ETT bezahlten?
Die EvoCare-TeleTherapie ist vom Verwaltungsgericht Berlin als Heilbehandlungsverfahren anerkannt. Die DRV Zulassung und die Gerichtsentscheidung waren beispielsweise auch für eine AOK aus-schlaggebend den Einsatz der EvoCare-TeleTherapie zu unterschreiben.

Zur EvoCare gehört auch eine eG - welche Rolle spielt die eG?
Ja, das ist eine besondere Konstellation, die an Erfahrungen der DATEV anknüpft. Die DATEV hat sich als Vereinigung von Steuerberatern gegründet, um die damalige Digitalisierungswelle für Ihre Zunft zum passgenauen Service-Angebot für ihre Mandanten zu formen. Wir betreiben ein eigenes ambulantes Therapiezentrum und haben mit vielen Kliniken gelernt, dass die Digitalisierung zwar technische Möglichkeiten schafft – der „Behandlungsservice“ muss aber passgenau von der Klinik für deren Patienten etabliert werden. In der eG verstehen sich die Leistungserbringer als Partner und Wertegemeinschaft zur Optimierung der digitalisierten Behandlung. Die unterschiedlichen Ärzte „befruchten“ sich gegenseitig und im Ergebnis profitieren alle.

Wie sehen Sie die Zukunft der EvoCare-TeleTherapie?
Wie bereits gesagt, Patienten lieben diese TeleTherapie. Unsere TeleTherapie wird eine feste Säule im Gesundheitswesen werden. Demografie und Fachkräftemangel werden dies noch forcieren. Kliniken werden sich damit neue Erlösfelder erschließen. Neben der Akut- und Reha-Versorgung wird der ambulante Sektor und die Pflege vor allem auch Ältere zu Hause versorgen und Menschen so länger und gesünder zu Hause leben können. Auch werden neue Versicherungstarife im PKV Bereich entstehen, um den Patienten einen prominenten Zugang zu solcher Versorgungsqualität zu eröffnen. In 2025 wird die TeleTherapie in jeden 20.ten Haushalt angekommen sein! Spätestens seit der zahlreich eingehen-den Anfragen aus dem Ausland beginnt die Sache den Status des Hidden Champion zu verlassen.

Nächste Woche haben Sie Besuch von einer Chinesischen Wirtschaftsdelegation. Haben Sie nicht Angst, dass Ihre Geschäftsidee kopiert wird?
Nein! Wir führen einen der größten Chinesischen Reha-Anbieter durch bayerische und österreichische Kliniken. Was dort von der TeleTherapie zu sehen ist, ist - um es technisch auszudrücken - nur das Frontend. Die dahinerliegenden Prozessschritte, die Therapieinhalte, QM, Ausbildungen und Organisation sind die Essenz zum Erfolg und bleiben bei solchen Besichtigungen verborgen. Von daher sind wir ganz entspannt. Wir werden dann bei der Errichtung und dem Betrieb von Kliniken in China unter-stützen können und auch andere deutsche Unternehmen involvieren.

Warum wird in die EvoCare investiert und nehmen Sie weitere Investoren auf?
Interessant ist ein Invest in EvoCare für Klinikgruppen, Hardware-Hersteller, Plattformbetreiber und sonstige Investoren die auf den Gesundheitsmarkt setzten. Kliniken die App-Entwickler aus dem Webdesign, Game, oder eCommerce Bereich beauftragen, haben zwar ein nettes Frontend, aber die dahinterliegenden Prozesse für die TeleBehandlung Kliniken fehlen in Gänze. Selbst Ärzte und Therapeuten verfügen über keine Erfahrungswerte in der TeleVersorgung, hier helfen wir mit Fortbildungen weiter. Wir wissen, wie man aus der TeleTechnik ein bezahltes Behandlungsverfahren machen kann. Wir sind die Spezialisten dafür, dieses den Kliniken als deren eigenes wirtschaftliches Klinikangebot zu etablieren. So wird aus der Digitalstrategie der Kliniken eine stabile Säule auf der Ertragsseite die sich selbst finanziert.

Mit welchen Investoren sprechen Sie gerade?
Wir richten uns gerade auf Wachstum aus und stehen in Diskussionen mit Investoren. Der Weg über die Börsennotierung würde allen die Möglichkeit geben entsprechend zu partizipieren. Interessierte Investoren sind gefragt mit uns in Kontakt zu treten!

EvoCare Studien:
http://www.evocare.de//33-81-7/Health_Services/eHealth/EvoCare_Behandlung/

Kontakt
Ansprechpartner: Patricia Hein (Marketing / Kommunikationspolitik)
Anschrift: EvoCare Telemedizin GmbH
Muggenhofer Str. 136
90429 Nürnberg
Telefon: 0911/323800
Internet: http://www.Telemedizin.de
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