Tempelhofer Feld Großspekulanten stecken in großen Schwierigkeiten
Spekulationsblase in Tempelhof platzt gewaltig
Offenbar gibt es auch handfeste wirtschaftliche Interessen einiger nationaler und internationaler „Immobilienfirmen“ in Tempelhof. Wir hatten in Berlin fast alle 10 Jahre einen Immobilienskandal. Ich glaube, mit der Schließung Tempelhofs und der damit verbundenen geplanten Nachnutzung holen wir uns den nächsten Immobilienskandal nach Berlin“.
Tempelhofer Feld Großspekulanten stecken in großen SchwierigkeitenSpekulationsblase in Tempelhof platzt gewaltig
Im Jahre 2005 hat die Wiener Immofinanz AG über ihre Tochtergesellschaft ImmoEast die Wohnungsbaugesellschaft Tempelhofer Feld AG (TEFAG) übernommen, die große Immobilienbestände in Flughafennähe besitzt.
Im Geschäftsbericht 2007/2008 schreibt das Unternehmen:
„Der Berliner Wohnungsmarkt war lange Zeit von großen Transaktionen internationaler Investoren einerseits und großer Unsicherheit über die weitere Entwicklung andererseits geprägt – beides gibt es in dieser Form nicht mehr. Das Interesse internationaler Investoren und insbesondere des Private-Equity-Kapitals hat deutlich nachgelassen und somit hat sich auch das Transaktionsvolumen normalisiert. Der zarte Wirtschaftsaufschwung, den die Stadt erlebt, führt zu einem positiven Wanderungssaldo und einer steigenden Haushaltszahl, das schlägt sich in erhöhter Nachfrage nach Wohnungen nieder. Umgekehrt führen geringe Neubautätigkeit sowie Zusammenlegung und Abriss von Wohnungen zu einem sinkenden Angebot. Das Resultat ist ein Nachfrageüberhang von etwa 18.000 Wohnungen jährlich und daher auch ein leicht sinkender Leerstand. Die Durchschnittsmieten werden sich daher weiter stabil bis leicht steigend entwickeln.
Mittelfristig sollte der Bezirk Tempelhof, in dem sich ein Großteil des Wohnungsbestandes der IMMOFINANZ in Berlin befindet, von der nun endgültig beschlossenen Absiedelung des Flughafens profitieren. Hier entsteht ein innerstädtisches Entwicklungsgebiet, das den Standort insgesamt sehr aufwerten wird“
Interessierte können sich den Geschäftsbericht der Immo Finanz AG unter:
http://www.immofinanz.at/download/0309_IFAG_GB08_Gesamt.pdf
downloaden.
Den Geschäftsbericht der ImmoEast finden Interessierte unter:
http://www.immoeast.at/download/GB_IEAG_GesamtFinal.pdf
Doch offenbar steckt die Immofinanz / Immoeast-Gruppe in Wien derzeit in großen Schwierigkeiten. Nach einem dramatischen Kursverfall der Aktie von über 12 Euro auf nur noch 1,10 Euro seit Mitte 2007 hat das Unternehmen in der vergangenen Woche in einer turbulenten Hauptversammlung den kompletten Vorstand ausgetaucht und den bisherigen Vorstandsvorsitzenden Karl Petrikovics allen Ämtern entbunden.
Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) und die Wiener Staatsanwalt ermitteln derzeit gegen die Wiener Immobiliengruppe.
Der österreichische Interessenverband für Anleger (IVA) empfiehlt der Gruppe folgende Sofortmaßnahmen zur finanziellen Stabilisierung des österreichischen Immobilienunternehmens:
1. Zügige Fusion von Immofinanz und Immoeast, um Synergien bei der Finanzierung und bei den Kosten zu erzielen.
2. Bezahlung von 440 Millionen Euro für den Ankauf der Managementverträge und Servicegesellschaften erst nach der finanziellen Stabilisierung der Gruppe.
3. Offenlegung der noch bestehenden geschäftlichen Beziehungen und Bindungen zur Constantia Privatbank und Darlegung, in welchem Umfang Immofinanz-Großaktionär Dr. Rudolf Fries wirtschaftliches Risiko trägt und welche Interessen er mit seinen Vertrauten Mag. Eckert und Prof. Kofler im Aufsichtsrat vertritt.
4. Wesentliche Verbesserung der Kommunikation zu Anlegern und Kapitalmarkt.
Diplom-Betriebswirt (FH) Karl-Helmut E. Zermin vom Aktionsbündnis be-4-tempelhof meint: „Leider hat die Krise der österreichischen Immofinanz / ImmoEast Gruppe auch Auswirkungen auf den Berliner Immobilienmarkt, da diese Immobiliengruppe neben dem Tempelhofer Feld noch mehr Immobilien in der Bundeshauptstadt Berlin hat“.
Es ist wohl nicht nur die behauptete juristische Sorge um Klaus Wowereits Lieblingsprojekt Berlin-Brandenburg International (BBI), die ihn den Flughafen Berlin-Tempelhof schließen
Offenbar gibt es auch handfeste wirtschaftliche Interessen einiger nationaler und internationaler „Immobilienfirmen“ in Tempelhof. Wir hatten in Berlin fast alle 10 Jahre einen Immobilienskandal. Ich glaube, mit der Schließung Tempelhofs und der damit verbundenen geplanten Nachnutzung holen wir uns den nächsten Immobilienskandal nach Berlin“.
„So etwas kann sich aber eine Weltmetropole und Hauptstadt eigentlich nicht mehr leisten“, meint Karl-Helmut E. Zermin weiter.
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Autor / Kontakt: Diplom-Betriebswirt (FH) Karl-Helmut E. Zermin
Tel. 030 / 43 55 33 47
Mehr Infos zum neuen Bürgerbegehren zum Flughafen Tempelhof: „Das Denkmal Flughafen Tempelhof erhalten – als Weltkulturerbe schützen gibt es unter:
www.tempelhof-weltkulturerbe.de/buergerentscheid und
Aktionsbündnis www.be-4-tempelhof.de
Kontakt
| Ansprechpartner: | Helmut Zermin |
| Anschrift: | Diplom Betriebswirt Alt Tempelhof 36-38 12103 Berlin |
| Telefon: | 030 /43553347 |
| Internet: | http://www.zermin.com |
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