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25.05.2012 07:51 Uhr in Tourismus und Reise
Unternehmensmeldung

Ungarns-Osten, ein lohnenswertes Reiseziel

Ungarns-Osten, ein lohnenswertes Reiseziel Tierpark in Nyiregyháza

Es muss ja nicht immer nur der Plattensee oder Budapest sein

Wenn man von Ungarn als Urlaubsland spricht, dann fallen einen automatisch die Destinationen Budapest und der Plattensee ein. Als ob es in Ungarn nichts anderes gäbe! Wohl deshalb, weil man z. B. von Ungarns-Osten kaum etwas zu hören bekommt. Kaum bekannt dürfte es sein das es ein wahres Bade- und Tierparadies ist, dass es die Heimat des ungarischen Apfels, dem Jonathan ist und das es leicht zu erreichen ist.

Wir wollten mal sehen, wie es dort aussieht, und machten uns auf nach Nyiregyháza dem Komitatssitz des Komitats Szabolcs-Szatmár-Bereg. Nyiregyháza ist von Budapest nur 236 Kilometer entfernt und auf der sehr gut ausgebauten M3 in ca. 2,5 Stunden leicht erreichbar. Die Stadt hat etwa 118 000 Einwohner und ist somit die siebtgrößte Stadt Ungarns. Der erste Eindruck war schon Positiv. Eine saubere, aufgeräumte Stadt mit hohem Wohnwert und sehr freundlichen Menschen. Bereits aufgewacht aus dem früheren „Dornröschenschlaf“ dank der Energie der dort lebenden Menschen, ist aus Nyiregyháza eine pulsierende „Metropole“ Ost-Ungarns geworden. Stimmungsvolle Promenaden, Restaurants und Cafés laden zu einem Stadtbummel ein. Die Stadtbesichtigung sollte man am besten vom Rathaus aus beginnen. Von hier geht es dann zu weiteren interessanten Gebäuden geht, wie dem Bischofspalast, der Synagoge, der evangelischen Kirche mit dem 50 Meter hohen Turm, um nur einiges von den vielen Sehenswürdigkeiten zu erwähnen. Empfehlenswert wäre auch das Jósa András Museum, dass eine detaillierte Ausstellung aus der Steinzeit und der Völkerwanderung der Region zeigt.
Nyiregyháza ein wahres Bade- und Tierparadies
Mit der Schmalspurbahn ging es vom Bahnhof zum Sóstó Wald. Inmitten des Eichenwaldes befindet sich ein Sóstó (Salzsee), der von vielen früher wie auch heute zur Heilung genutzt wird. Hier findet man auch eine Badeanlage in die die Becken mit 50 Grad heißem Wasser, etwas gekühlt, gefüllt werden. Es gibt hier insgesamt 5 Bäder so, dass man ab hier getrost von „Wellness in Nyiregyháza“ sprechen kann.
Das Aquarius-Bad ist ein Erlebnis- und Wellnessbad auf einer Fläche von 1,7 Hektar. Das Aquarius-Bad bietet Thermalwasser zur präventiven Gesundheitserhaltung übers ganze Jahr hinweg. Es bietet ein attraktives Angebot mit Freizeit- und Erlebnis-Elementen. Großer Wert wird auf Erholung und Entspannung für die ganze Familie ja sogar für mehrere Generationen zusammen, gelegt. Schön ist es auch das man beim Bau an die Körperbehinderten gedacht hat. Das Erlebnisbad ist absolut für Körperbehinderte geeignet. in neuem Fenster öffnenhttp://de.sostort.hu/aquarius-bad/
Das aus den 50-er Jahren stammende Parkbad wurde 2011 komplett renoviert. Statt der bisherigen 5 Becken gibt es jetzt 10 Becken, darunter ein 50-Meter-Becken, welches den FINA-Regeln zur Durchführung internationaler Wettbewerbe genügt. Die Thermalabteilung wurde mit 3 weiteren Becken erweitert, wobei in einem Becken eine Poolbar untergebracht wurde. Schon eine feine Sache seinen Drink gemütlich im Pool zu genießen. Außerdem gibt es 2 neue Rutschbahnen, einen Wasserstromkorridor und ein mit Segeltuch bedeckter Jacuzzi, damit einem die intensive „Ost-Ungarische Sonne“ nicht verbrennt. in neuem Fenster öffnenhttp://de.sostort.hu/parkbad/
Die Sóstó Badehaus-Pension ist ein historisch wertvolles Bauwerk und war das erste Heilbad von Nyiregyháza. Ab 1911 funktionierte es mit Wasserleitungssystemen, 8 Zimmern und 6 Wannen. Heutzutage findet man in der Pension unter anderem 12 Zweibettzimmer und 2 Appartements. Die Dienstleistungen der Badeabteilung sind für Gäste der Pension kostenlos.
Das Freibad am See ist quasi zweigeteilt. Der östliche Teil des Sóstó (Salzsee) ist zum Bootfahren geeignet, während der südliche Teil das Freibad ist. In der Parkanlage befindet sich das 2000 Qm. große Thermalbecken mit 34 Grad warmem Wasser, einer Kinderrutsche und einem Wasserpilz. Das Freibad am See kann auf einmal 1325 Badegäste empfangen. Gaststätten, Büfetts, Strand-Volleyballplätze, weitere Wasserrutschbahnen dienen zur Vergnügung und Bequemlichkeit der Besucher. in neuem Fenster öffnenhttp://de.sostort.hu/freibad-am-see/
Das Júlia-Bad hat eine Fläche von 6500 Qm. und liegt in der Innenstadt von Nyiregyháza. Menschen, die Thermalwasser, Sauna und Schwimmen mögen, sich fit halten wollen, finden hier ihr Paradies, ohne aus der Stadt fahren zu müssen. in neuem Fenster öffnenhttp://de.sostort.hu/julia-bad
Die wichtigsten Zusammensetzungen des Wassers von Nyiregyháza sind Natriumchlorid, Jod, Brom, Eisen und kochsalzhaltiges Heilwasser. In erster Linie dient es zur Heilung rheumatischer, chronischer Krankheiten der Bewegungsorgane. Festgestellt hat man auch die wohltuende Wirkung einer Badekur für dermatologische Krankheiten wie Ekzeme und Schuppenkrankheiten.

Nach dem Sprung ins Wasser war es nicht mehr weit in den benachbarten Tierpark von Nyiregyháza, der zu den schönsten Europas zählt. „Grüne Pyramide“, Ozenarium, Regenwald und Tarzans Pfad sind die einzigartigen Sehenswürdigkeiten in diesem Zoo. In der grünen Pyramide strömt aus 15 Meter Höhe ein Wasserfall nieder. Hier trifft man auf Warane, Riesenschlangen und über einer Hängebrücke kann man die Pflanzenwelt des Dschungels betrachten. Überwältigenden Eindruck machte auf uns das mit 500 000 Litern gefüllte Aquarium in einem Glastunnel und die über uns schwimmenden Haie. Über eine Bambusbrücke - Tarzans Pfad – erreichten wir die Welt der afrikanischen Savanne, bis der Rundgang letztendlich im Wald der Gorillas endete.
Weltruhm erreichte der Zoo durch seine sibirischen Tiger. Weiße Tiger, prächtige Löwen, Elefanten und Erdmännchen runden unter anderem das Programm ab. Der Tierpark ist so groß das man 2-3 Tage braucht, um alles in ausreichender Ruhe betrachten zu können. So gesehen ist Nyiregyháza samt seinen Bädern schon alleine einen Urlaub wert.
Aus Nyíregyháza fuhren wir ins ca. 13 Kilometer entfernte Nagykálló, um dort das Barock- klassizistische ehemalige Komitats Verwaltungsgebäude zu betrachten, welches nach den Plänen von Salvator Giuseppe Aprilis um 1779 erbaut wurde. Heute dient es als psychiatrisches Krankenhaus. Von hier fuhren wir weiter zum 12 Meter hohen Ínségdomb (Hungersnothügel) um von dort den hervorragenden Ausblick auf die Stadt Nagykálló zu genießen.
Unsere nächste Station durch Ungarns-Osten war Nyírbátor. Die Stadt zählt heute etwa 13 400 Einwohner und ist noch immer stark von der ehemals führenden Familie, den Báthoris geprägt. Zwischen dem 15. und dem 17. Jahrhundert, prägte die politisch einflussreiche Familie Báthori den Ort auch wirtschaftlich. István Báthori ließ gegen Ende des 15. Jahrhunderts zwei Kirchen im gotischen Stil errichten. In der calvinistischen St. Georgskirche aus dem 15. Jahrhundert befindet sich das marmorne Grabmal von István Báthori. Der etwa 20 m hohe hölzerne Glockenturm der Kirche wurde im 17. Jahrhundert erbaut.
Einen wahren Augenschmaus bietet das Báthori Panoptikum im Burgschloss der Familie. Wie in Madame Tussauds Wachskabinett geht es hier zu. Hier wird fast die gesamte Geschichte der Familie Báthori mit „lebensechten“ Wachsfiguren dargestellt. Regelrecht erschüttert wird man, wenn man zum Prozess der Báthori Erzsebet gelangt, wo man dieser Gerichtsverhandlung mit etwas Einfühlungsvermögen, mit verfolgen kann. Man sollte die Ausstellung Stockwerk für Stockwerk besuchen es lohnt sich auf jeden Fall. Sollte man dabei ins Schwitzen gekommen sein, so bietet einem das Sárkány Wellness und Heilbad in Nyírbátor die notwendige Erfrischung.
Ab Ende Mai wird meist das Strandbad von Nírbátor geöffnet. Es besitzt ein 25 Meter langes Becken, 2 Schwimmbecken mit Heilwasser, Kinderbecken mit Rutsche sowie ein Erlebnisbecken. Das speziell Báthory Heilwasser verfügt über Kalzium-Magnesium und Hydrogencarbonat. Der Salzinhalt des Heilwassers ist insgesamt 1526 mg/l und ist hervorragend geeignet für Behandlungen rheumatischer Krankheiten. Für Sauna Liebhaber bietet das Sárkány Bad auch eine ganze Menge. Vorhanden sind finnische Sauna, Infrarotsauna, Dampfsauna sowie Aroma- und Salzkabine und 2 Tauchbecken.
Baden alleine macht noch keinen Spaß, wenn das Kulinarische fehlt. Da kam uns gerade das Kakkuk Restaurant recht. Mitten in Nyírbátor steht das 1905 erbaute Haus, in welches man eintritt, sich sofort fast, wie in den 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts fühlt. Nach unserer Frage, welche heimischen Spezialitäten es wohl gäbe, empfahl uns der freundliche Kellner ein echtes „Nyírbátor Menü“. Markknochen auf geröstetem Brot, Rindfleischsuppe mit Einlagen als Vorspeise, Szabolcser gefüllte Krautwickeln, Putenhodengulasch und gebratenes Schweinefilet zum Hauptgang. Zur Nachspeise brachte er uns in Walnüssen gewendete Palatschinken mit gebackenem Apfel und Schokoladensoße. Nun, wir garantieren, dass wir nicht hungrig blieben.
Nach so einem opulenten Mahl wollten wir zur Verdauung etwas Hochprozentiges. Dazu begaben wir uns nach Érpatak um eine der besten ungarischen Schnapsbrennereien – Zsindelyes Pálinkafőzde – aufzusuchen. Die ausführliche Betriebsbesichtigung brachte uns näher zum „guten Schnapsbrennen“ und wir verstanden es, warum man guten Schnaps nur für „gutes Geld“ erhalten kann. Natürlich verkosteten wir die Schnäpse, die ausschließlich aus Früchten der Region gebrannt werden. Am besten schmeckte uns der Weichselschnaps, der aus Früchten von Újfehértó hergestellt wird und nur von der Fa. Zsindelyes alleine hergestellt werden darf. Ein echtes Unikum in Ungarn.
Zum Abschied aus Ungarns-Osten besuchten wir noch den Wallfahrtsort Máriapótsch. In fast der kleinsten Stadt Ungarns befindet sich das geistige Zentrum der griechisch katholischen Konfession. Jährlich besuchen den Ort 600 – 800 000 Pilger aus aller Welt. Sozusagen berühmt wurde Máriapócs nach dem am 4. November 1696, als aus einem Muttergottesbildnis ergiebig Tränen flossen. Das letzte Tränen des Gnadenbildes gab es am 3. Dezember 1905 und dauerte bis Ende des Jahres. Wer sich je einmal in Ungarns-Osten aufhalten sollte, der soll unbedingt nach Máriapócs fahren. Es ist gewaltig, welch Ruhe die Wallfahrtskirche ausstrahlt und man ist überwältigt von der inneren Schönheit der Kirche.
Fazit: Ungarns-Osten ist eine Reise wert. Man bekommt hier alles geboten, was zur Erholung notwendig ist. Viele Bademöglichkeiten, Wellness und Heilbehandlungen, einen wunderbaren Zoo, der zu den schönsten in Europa zählt, teils unberührte Natur mit Apfelplantagen und, die „Hauptstadt“ Nyíregyháza welche ein vielfältiges kulturelles Leben bietet. Natürlich ist für „Shopping Fans“ genügend Freiraum vorhanden und Caféhausliebhaber kommen auch nicht zu kurz. Wen das eventuell noch nicht überzeugen sollte, den überzeugt sicherlich der erheblich preisgünstigere Urlaub als in Budapest oder am Plattensee und das bei annähernd gleichem Freizeitwert. Wir können einen Urlaub in Ungarns-Osten als absolut empfehlenswert attestieren.
Text u. Foto: in neuem Fenster öffnenwww.aktiveurlaubszeit.de / Okolicsanyi Zoltan – 21. 05. 2012


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