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29.04.2010 15:30 Uhr in Politik
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Volksbund fordert: Rechtsradikale sollen Kriegsopfer des Zweiten Weltkrieges nicht missbrauchen!

Volksbund fordert: Rechtsradikale sollen Kriegsopfer des Zweiten Weltkrieges nicht missbrauchen! Volksbundpräsident Reinhard Führer fordert "Schutzimpfung" gegen Intoleranz und Menschenverachtung

„Die gefallenen Soldaten, die Vermissten und die zivilen Kriegsopfer des Weltkrieges dürfen von rechten Gruppierungen heute nicht zum zweiten Mal missbraucht werden“, fordert Volksbund-Präsident Reinhard Führer anlässlich der geplanten rechten Demonstrationen zum 1. Mai u. a. in Berlin, Rostock und Hoyerswerda. „Sie wurden von einem verbrecherischen, unmenschlichen Regime missbraucht. Sie heute für ein sogenanntes Heldengedenken zum Zwecke der Verbreitung eines verquasten und leider immer noch gefährlichen Gedankengutes heranzuziehen ist einfach unerträglich. Es ist eine Verhöhnung ihrer Schicksale und eine Beleidigung ihrer Angehörigen.“

„Die gefallenen Soldaten, die Vermissten und die zivilen Kriegsopfer des Weltkrieges dürfen von rechten Gruppierungen heute nicht zum zweiten Mal missbraucht werden“, fordert Volksbund-Präsident Reinhard Führer anlässlich der geplanten rechten Demonstrationen zum 1. Mai u. a. in Berlin, Rostock und Hoyerswerda. „Sie wurden von einem verbrecherischen, unmenschlichen Regime missbraucht. Sie heute für ein sogenanntes Heldengedenken zum Zwecke der Verbreitung eines verquasten und leider immer noch gefährlichen Gedankengutes heranzuziehen ist einfach unerträglich. Es ist eine Verhöhnung ihrer Schicksale und eine Beleidigung ihrer Angehörigen.“

„Schutzimpfung“ gegen Intoleranz und Menschenverachtung auffrischen

Noch heute bergen Mitarbeiter des Volksbundes jedes Jahr rund 40 000 deutsche Opfer des Zweiten Weltkrieges – zumeist in Osteuropa – und geben ihnen eine würdige letzte Ruhestätte. „Wir hatten angesichts der Millionen von Kriegsopfern eigentlich gehofft, dass Europa die Lektion aus den Kriegen und den Gewaltherrschaften gelernt hat. Aber die ‚Schutzimpfung’ des persönlichen Erlebens scheint sich nicht nahtlos auf die Nachfolgegenerationen übertragen zu lassen. Wir müssen weiter aufklären und sensibilisieren, und das sogar noch mehr als früher“, sagt Reinhard Führer.
Das zeigt, wie wichtig die Bildungsangebote des Volksbundes sind. Rund 20 000 Jugendliche aus vielen Nationen nehmen jedes Jahr an Workcamps teil oder treffen sich in den vier Jugendbegegnungstätten des Volksbundes. Führer ist überzeugt: „Die jungen Menschen, die auf einer unserer Kriegsgräberstätten stehen, sehen Tausende, ja Zehntausende von Grabkreuzen, mit den Namen von Menschen, die damals so alt waren wie sie es heute sind – das lässt niemanden kalt. Dann bekommen sie genau solch eine ‚Schutzimpfung’ gegen Intoleranz und Menschenverachtung, die lange wirkt!“

Der 1919 gegründete Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ist eine humanitäre Organisation. Er widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Der Volksbund betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, er berät öffentliche und private Stellen, er unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.
Heute hat der Volksbund etwa 500 000 aktive Mitglieder und Spender sowie über eine Million Gelegenheitsspender und Interessenten. Mit ihren Beiträgen und Spenden sowie den Erträgen aus der Haus- und Straßensammlung, die einmal im Jahr stattfindet, finanziert der Volksbund zu etwa 80 Prozent seine Arbeit. Den Rest decken öffentliche Mittel des Bundes und der Länder.
Mit mehr als 9 000 ehrenamtliche und 553 hauptamtliche Mitarbeiter/innen kümmert sich der Volksbund heute um 827 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten in Europa und Nordafrika mit etwa 2,3 Millionen Kriegstoten.

Volksbundpräsident ist Reinhard Führer, Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses
a. D.; Schirmherr ist Bundespräsident Horst Köhler.
Mehr Informationen unter www.volksbund.de



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Ansprechpartner: Christoph Blase (Volksbund)
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Fax: 030-200898-99
Internet: http://www.volksbund.de
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