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Pressemeldung / Pressemitteilung für newsmax Journal markieren 17.05.2010 14:44 Uhr Gesundheit und Medizin | Informationen

Wenn Über- und Unterforderung zur Krankheit werden

Burnout und Boreout haben ihren Weg in den Alltag gefunden

München, 17.05.2010. Nicht nur Überbelastung führt zum klassischen Burnout, sondern ebenso können Unterforderung und fehlende Anerkennung in einem Boreout ("Ausgelangweiltsein") enden. Beide Krankheiten galten bisher als Phänomene der modernen Arbeitswelt. Übersehen wurden hierbei Arbeitssuchende, Frührentner und Mütter.

Burnout-Betroffene gehen anfangs idealistisch, nahezu fanatisch, an ihre Arbeit ran. Der Job wird zum Lebensinhalt. Erholungsphasen, Familie, Freunde und Hobbies werden vernachlässigt, erste Warnzeichen werden ignoriert. Burnout-Betroffene fühlen sich unentbehrlich! Im Zuge der Überforderung wandelt sich die idealistische Anfangsphase in
das Gegenteil. Der Betroffene wird desillusioniert, verliert den Sinn in seinem Handeln, Lustlosigkeit und Langeweile breiten sich aus. Boreout-Betroffene sind hingegen unterfordert. Auch sie gehen teilweise idealistisch an ihre Arbeit ran, bis sie feststellen, dass auf Dauer nicht ausreichend Aufgaben vorhanden sind, dass diese nicht befriedigen, dass man sich mit der Arbeit nicht identifiziert, dass statt Spaß die große Langeweile den Alltag bestimmt. Beide Krankheiten äußern sich mit ähnlichen Symptomen: Erschöpfungszustände und Leere breiten sich aus. Suchtverhalten und Schlafstörungen nehmen zu, Selbstzweifel und körperliche Beschwerden wie beispielsweise Rückenschmerzen, Verdauungsstörungen oder Kopfschmerzen erschweren den Tag. Unbehandelt enden beide Krankheiten in einer Depression.

Burnout und Boreout wurden bislang vorwiegend auf Menschen bezogen, die einer Tätigkeit als Angestellte nachgingen. Im Zusammenhang mit dem Beruf wurden beide Krankheiten in epidemiologischen Studien untersucht. Arbeitssuchende, Frührentner und Hausfrauen wurden hierbei übersehen. Doch können diese von einer Über- oder Unterforderung in ihrem Alltag nicht gleichermaßen betroffen sein?

Dr. Heraldo Haberl, Psychotherapeut in der Nähe von München, behandelte in den letzten Jahren verstärkt Patienten, die von einem Burnout oder Boreout betroffen waren und die nicht der Klassifizierung „Angestellt“ zugeordnet werden konnten. Es sind Menschen, die bedingt durch die Arbeitsmarktlage, erfolglos nach einer neuen Anstellung suchten, die gegen ihren Willen in Kurzarbeit geschickt wurden oder die zu einem Zeitpunkt zum Frührentner wurden, an dem sie selbst nach diesem Ziel nicht strebten. Mütter können laut Dr. Heraldo Haberl (www.coaching-fundamentals.de) ebenso von der Über- oder Unterforderung betroffen sein. Immer mehr getrennte Familien fordern ihren Tribut. Alleinerziehende leben trotz Arbeit und Kindererziehung am Existenzminimum. Hinzu kommt, dass Frauen in der heutigen Gesellschaft vielfach gefordert sind. Dreifache Belastung durch Kinder, Haushalt und Job fordern ihren Preis. Doch auch das Gegenteil kann zur Belastungsprobe werden. Kinder, die jahrelang den Einsatz forderten, gehen plötzlich ihre eigenen Wege. Die Mutter wird noch anwesend gebraucht, jedoch nicht mehr ausreichend gefordert. Nun müsste sie sich eigentlich selbst fördern. Meistens hat sie aber nicht lernen können, wie man dieses macht.

Burnout und Boreout haben viele Gesichter. Die zwei Krankheiten auf die Berufswelt zu beschränken, könnte dazu führen, dass eine Diagnose nicht gestellt wird, obwohl die Symptome indiziert sind. Für Dr. Heraldo Haberl sind beide Erschöpfungsformen eher ein gesellschaftliches Problem: „Ein Boreout entsteht durch das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden, ein Burnout durch ein Zuviel an gebraucht werden. Dieser Dauerzustand kann im Beruf ebenso wie im Alltag auftreten. Viel interessanter ist, dass beide Krankheitsformen das „fordern“ in ihrem Wortlaut enthalten, zum einen in der Überforderung, zum anderen in der Unterforderung. Das Wesentliche der Krankheiten ist daher, dass hier der Betroffene mit einer anhaltenden Situation konfrontiert wird, mit der er sich nicht (mehr) identifizieren kann und der er sich ausgeliefert fühlt!“

Die Behandlung sieht der Münchner Psychotherapeut in professionellen Gesprächen, Entspannungsübungen und vor allem in einem Umdenken. „Erst wenn der Betroffene seine persönlichen Ziele erkennt, und das Streben nach diesen als Herausforderung annimmt, beendet er selbst seine missliche Lage und damit zugleich sein Burn- oder Boreout! Denn eine Herausforderung ist eine „Forderung“, die mit Glückshormonen belohnt wird, wenn man sie einmal bewältigt hat!“

Für weiterführende Presseinformationen wenden Sie sich bitte an Frau Tanja Borsetzky, tborsetzky@tretpfad-marketing.de.

Dr.med.
Heraldo J. Haberl ist seit über 20 Jahren als Arzt und Psychotherapeut in der Nähe von München tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen unter anderem im Entspannungs- und Imaginationstraining, der Hypnotherapie nach M.H. Erickson, sowie dem Coaching für Unternehmer und leitende Angestellte.

2009 gründete Dr.med. Heraldo J. Haberl ein neues Team, um eine Selbsthilfe gegen Depression, Angst und Stress auf CD zu realisieren (www.coaching-fundamentals.de) und der Idee den Namen „fund@mentals“ zu geben. Eine besondere Wirkung entfaltet die CD durch eine Kombination von tiefenwirkenden Entspannungs-Techniken und Methoden eines grundlegenden, mentalen Selbst-Coachings.

Moderne Anti-Stress-Techniken mit tiefenwirkenden Elementen werden seit Jahren weltweit in Coachings und Verhaltenstherapien erfolgreich angewendet. Doch sie erscheinen jetzt erstmals individuell zusammengestellt auf CD.

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